16. Juli 2018

UfU themen und informationen, Heft 83 (Ausgabe 1/2018)

Innovative Umwelttechnik vs. Nutzerverhalten?

Es gibt mittlerweile unglaublich innovative Umwelttechnologien und -materialien, die es auf wirtschaftlicher aber auch individueller Ebene erleichtern oder erst ermöglichen, sich energiesparend und umweltfreundlich zu verhalten: im Bereich der Nutzung von erneuerbaren Energien, Produkte oder Dienstleistungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft oder der nachhaltigen Mobilität, Smart Homes und Gardens und Apps zur Messung von Verbräuchen jeglicher Art, auch der eigenen Treibhausgasemissionen.

Sicherlich muss auch da für jede Energieeinsparung oder die Verringerung von CO2-Emissionen der Einsatz von Ressourcen für Ersatztechnologien deutlich mehr als bisher in die Diskussion eingebracht werden: Man denke an die aktuelle Diskussion über Elektromobilität und den dafür erforderlichen Einsatz von Ressourcen, v.a. hinsichtlich der dort zum Einsatz kommenden Batterien. Das heißt, es müssen immer sämtliche Aspekte der gesamten Lebensdauer eines Produktes (oder einer Dienstleistung) bedacht und aus ökologischer Sicht berücksichtigt werden. Nichtsdestotrotz, Möglichkeiten – technologische und verhaltensbedingte – gibt es zuhauf, mit Energie sparsamer umzugehen.

Und ein weiterer, wichtiger Aspekt kommt zum Tragen: Alle diese technischen Innovationen brauchen Nutzerinnen und Nutzer, Menschen, die sie sinnvoll anwenden und zum Einsatz bringen. Spätestens hier wird das Verhalten von Menschen von zentraler Bedeutung: Es muss ein Kauf- oder Nutzungsinteresse geweckt werden; es müssen (nicht nur die umwelt-) Vorteile deutlich werden, sondern auch die Handhabbarkeit; es müssen attraktive und bezahlbare Produkte und Anwendungen mit klarem Vorteil gegenüber bisherigen Technologien sein. Mit Interesse für eben dieses Spannungsfeld haben wir diese Ausgabe der Zeitschrift konzipiert.

Kontakt: Dr. Silke Domasch (verantwortliche Redakteurin)