Pressemitteilungen
Klimaschutschulenzatlas geht online
Netzwerk für Klimaschutz und Energiesparen an Schulen
Berlin, 27. April 2010: Wo finde ich Schulen, die Klimaschutzprojekte durchführen? Welche haben eine Solaranlage und nutzen sie, um erneuerbare Energien im Unterricht zu thematisieren? Was machen andere Schulen, um die Umwelt zu schützen?
Antworten dazu gibt der "Klimaschutzschulenatlas" im Internet unter der Adresse www.klimaschutzschulenatlas.de. Das Unabhängige Institut für Umweltfragen hat eine Internetplattform entwickelt, die einen umfassenden Überblick über Klimaschutzschulen in Deutschland gibt. Diese Schulen und weitere Bildungseinrichtungen werden vom Bundesministeriums für Umwelt (BMU) mit Geldern aus der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Gegenwärtig sind 1.516 Schulen im Atlas verzeichnet. So werden beispielsweise die Solaranlagen von 170 Schulen erfasst, die vom BMU innerhalb des Projektes "Solarsupport" mit einem Datenlogger sowie Netzwerkanbindung aufgerüstet wurden und allein im März 86.240 kWh Strom erzeugten, was eine Einsparung von 51.744 Kilogramm CO2 bedeutet. Jede Schule kann sich auf der Startseite des Atlas registrieren. Kurz darauf erhält sie ein Login und kann mit der Gestaltung ihrer Profilseite beginnen. So soll das Netzwerk der Klimaschutzschulen stetig ausgebaut werden.
Im Atlas haben Schulen die Möglichkeit, ihre eigene Profilseite zu gestalten, um sich und ihre Projekte vorzustellen. So kann man sich von der Vielfalt an Projekten inspirieren lassen: Plakate, Unterrichtsmaterialien und Filme zum Klimaschutz, fächerübergreifender Unterricht, Tagebücher zum Ressourcenverbrauch, Energiedetektive, die an ihrer Schule Energiesparmaßnahmen umsetzen, Planung eines grünen Klassenzimmers, das durch erneuerbare Energien versorgt wird, ein Energieparcours, der über nachhaltige Energien informiert oder die Erstellung eines Energiekonzeptes für die gesamte Schule.
Kontakt:
Jörg Welke Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
oder Mark Butler
Klimaschutz und Umweltbildung
www.bmu-klimaschutzinitiative.de/schulen
Panda, Protest und politische Unabhängigkeit
Kinder wollen modernen Klimaschutz
Berlin, 3. Dezember 2009: Klimaschutz finden fast alle Kinder und Jugendlichen „irgendwie" wichtig. Aber wie steht es tatsächlich um das Wissen darum und die Bereitschaft selbst tätig zu werden? Dieser Frage ist eine Studie des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen e.V. im Auftrag des WWF nachgegangen.
An Stelle von quantitativen Umfragen, in denen häufig eine hohe Bereitschaft zur Beschäftigung mit Umweltthemen ermittelt wird, hat das Wissenschaftlerteam des UfU eine qualitative Befragung durchgeführt. 60 Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Altersgruppen wurden dafür jeweils rund zwei Stunden in insgesamt vier Fokusgruppen intensiv befragt. Herausgekommen ist dabei:
- Klimaschutz spielt in der Alltagswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen nur eine untergeordnete Rolle. Das Wissen zu Fragen des Klimaschutzes stammt überwiegend aus den Medien, der Schule und nur in geringem Umfang auch von den Eltern.
- Je älter die Befragten sind, desto wichtiger ist die Glaubwürdigkeit der Akteure. Die Hauptverantwortung für Klimaschutz wird bei der Politik und den großen Konzernen gesehen. Erst wenn diese Gruppen aktiv etwas für das Klima tun, sind Kinder und Jugendliche bereit, auch ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen.
- Die Kinder und Jugendlichen haben klare Vorstellungen, wie eine zukünftige Welt aussehen soll. Die Ozeane sind sauber, die Kontinente grün und die Luft rein. Die Energie wird CO2-frei über Sonnen- und Windkraftwerke erzeugt. Hier leben glückliche Menschen, die zur Fortbewegung das High-Tech Fahrrad, den öffentlichen Nahverkehr oder ein Elektroauto nutzen. In den Zukunftsvorstellungen der Kinder und Jugendlichen wird die Durchsetzung des Klimaschutzgedankens häufig mit der Beseitigung von Armut und Kriegen verknüpft.
Als Motivation für ihr Verhalten nutzen Kinder und Jugendliche ganz unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe. Steht bei den 10-12-Jährigen das Wohl der Tiere (Panda) im Vordergrund, ist für die 14-15-Jährigen die Opposition gegen Bestehendes (Protest) entscheidend. Bei 18-20-Jährigen sind nur diejenigen Menschen Vorbild, die sich für den Klimaschutz engagieren, ohne selbst Vorteile aus diesem Engagement zu ziehen (politische Unabhängigkeit).
Für René Zimmer, Leiter des Projektes beim UfU, ergeben sich daraus klare Handlungsoptionen: „Um klimaschutzfreundliches Verhalten bei Kindern und Jugendlichen zu aktivieren, sollte man sich auf ihre Motivationen und Vorbilder in Zusammenhang mit Klimaschutz konzentrieren. Für sie sind technologischer Fortschritt und Klimaschutz keine Widersprüche." Es sei sehr wichtig, dass die Erwachsenenwelt gerade bei diesem Thema ein höchstes Maß an Authentizität, Transparenz und Ehrlichkeit zeige, um das Vertrauen der jungen Generation zu gewinnen, so Zimmer.
Mehr zum Projekt und die aktuelle Studie zum Download finden Sie hier
Kontakt:
Jörg
Welke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel:
++49-30-428 4993-36
Fax:
++49-30-428 00 485
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Durch Klimaschutz Geld verdienen
Umweltbildung mit EURONET 50-50
Berlin, 24. November 2009: Klimaschützen und dafür Geld bekommen - das ist der Kern des europaweiten Umweltbildungsprojekts EURONET 50-50. Schüler, Lehrer und Schulverwaltungen erstellen an ihren Schulen Energiesparprogramme. Das Geld, das durch umsichtiges Verhalten eingespart wird, bekommt zur Hälfte die Schule zur freien Verfügung ausgezahlt. Die andere Hälfte kommt dem Schulträger - in der Regel der Kommune - zugute.
Während
die große Klimapolitik in Kopenhagen in wenigen Wochen zu scheitern droht,
macht dieses praktische europäische Projekt in Berlin vor, wie Klimaschutz
konkret funktioniert.
Am Donnerstag, den 26.11.
werden sich in Berlin Teilnehmer von EURONET 50-50 zu einem Erfahrungsaustausch
treffen.
Hier können die Projektteilnehmer Energiesparprojekte an Schulen studieren, die
das Berliner Unabhängige Institut für
Umweltfragen seit Jahren an mittlerweile mehr als 180 Schulen erfolgreich durchgeführt
hat. So sollen die Berliner Erfahrungen europaweit nutzbar gemacht werden, um
das Klima zu schützen, praktisches Umweltwissen zu vermitteln und nicht zuletzt
Energiekosten zu sparen.
Die Teilnehmer des Projekts kommen aus Barcelona (Umweltverwaltung der Region -
Projektleiter), Almada (Portugal), Heraklion (Griechenland), Chieti (Italien),
Velenje (Slowenien), der Region Balaton (Ungarn), Krakow (Polen), Vaasa
(Finnland) und Berlin. Die Teilnehmer kommen aus dem Bildungsbereich (Schulen
und Universität), lokal aktiven Energieagenturen, kommunalen oder regionalen
Verbänden.
Das Projekt wird vom Programm "Intelligent Energy Europe" unterstützt.
Weitere Informationen zum Projekt EURONET 50-50 oder hier.
Kontakt:
Jörg
Welke
Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit
Unabhängiges
Institut für Umweltfragen e.V.
Greifswalder
Straße 4
10405
Berlin
Tel:
++49-30-428 4993-36
Fax:
++49-30-428 00 485
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Starterpakete für Kitas
September 2008
Das Projekt Starterpakete für Kindertagesstätten wurden zum offiziellen Dekadeprojekt für das Jahr 2008/2009 ausgezeichnet.
10 Jahre Aarhus-Vertrag
Donnerstag, 26 Juni 2008
Michael Zschiesche, Geschäftsführer des UfU: „Die Bundesregierung hat von Anfang an Aarhus stiefmütterlich behandelt. Mit Einschränkungen wurde nur im Bereich des Zugangs zu Umweltinformationen in Deutschland ein Schritt nach vorn gemacht. Im Bereich der Beteiligung und der Klagerechte hat in Deutschland trotz hoher Ziele seitens des Vertrages keine Verbesserung der gesetzlichen Grundlagen stattgefunden. "Nicht mal die schematische 1:1 Umsetzung der europäischen Vorgaben aus der Aarhus-Konvention wurden bei der dritten Säule der Konvention, denKlagerechten, gewahrt. Selbst viele konservative Rechtswissenschaftler
sprechen deshalb offen von einer europarechtswidrigen Umsetzung. Durch einen juristischen Trick hat die Bundesregierung die Rechte vonUmweltverbänden auf die Klagerechte von Bürgern beschränkt. Die
Verbandsklage von Umweltverbänden soll aber gerade Umweltsünder dort rügen können, wo kein Bürger wohnt und deshalb niemand klagen kann.Nachdem UfU, der BUND sowie der Nabu bei der EU-Kommission
Beschwerde gegen das neue deutsche Rechtsbehelfsgesetz (2006) einlegten, kündigte Zschiesche einen weiteren Schritt an: „Wir werden,nachdem das nun möglich ist, das Compliance Committee der Aarhus-Konvention anrufen, weil der weite Zugang zu Gerichten, der in der Konvention verankert wurde, in Deutschland nicht gewährleistet ist."Führende Umweltverbände unterstützen UfU hierbei und haben ein entsprechendes Positionspapier verfasst. Es wurde von BUND, NABU, DNR und Grüner Liga unterzeichnet und steht hier zum Download zur Verfügung.
Kontakt:
Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. (UfU)
Michael Zschiesche
Tel.:030/ 428 499 332; mobil: 0177 3685155



