Forschung

Die Forschungsaktivitäten des UfU e.v. sind eng verzahnt mit der Umsetzung praktischer Projekte in den Fachgebieten und haben daher häufig anwendungsbezogene Schwerpunkte.

Im Bereich des Umweltrechts ist es unser Hauptanliegen zu untersuchen, wie sich bei den Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger Theorie und Wirklichkeit zueinander verhalten. Schwerpunkt ist hier die empirische Rechtsforschung, in deren Rahmen wir Umfang, thematische Schwerpunkte und Erfolg von Bürgerengagement untersuchen.

Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Methodenforschung zur Partizipation dar, die im engen Zusammenhang mit der empirischen Rechtsforschung steht, dient sie doch dazu Verbesserungsmöglichkeiten auf eben diesem Gebiet der Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Entwickelt, miteinander verglichen und verbessert werden dabei die Herangehensweisen und Methoden zur Partizipation in Umweltschutz und -recht.

Auch in der Umweltbildung macht die Methodenforschung einen wesentlichen Schwerpunkt aus. Hier geht es um Wege zur Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten insbesondere in den Feldern Klimaschutz, Energiewende und Erneuerbaren Energien. Hierbei zielen wir auf alle Altersgruppen und entwickeln Methoden und Arbeitsmaterialien, die geeignet sind, intrinsische Motivation zu erzeugen, und das Thema vom "Lehrer- zum Schülerthema" zu wandeln, das auch im privaten Lebensalltag eine Rolle spielt. Darüber hinaus werden Ansätze entwickelt, die die pädagogische Arbeit gleichzeitig mit direkten Erfolgen im Klimaschutz zu verbinden, wie dies z.B. mit Anreizmodellen zum Energiesparen wie fifty/fifty aber auch mit pädagogisch genutzten Schul-Solaranlagen erfolgreich umgesetzt wird. Die Einbindung der Bildung in die Praxis findet sich auch wieder in Arbeiten zum globalen Klimaschutz z.B. durch dessen Umsetzung im Rahmen der Lokalen Agenda 21.

Untersuchungen mit Schwerpunkt auf pädagogische und Bildungsfragen führen wir auch im Bereich der Lärmprävention durch, die sich insbesondere auf Freizeitlärm von Kindern und Jugendlichen beziehen. Beginnend für das frühe Kindesalter, über die Grundschule bis zum Freizeitverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener zeigen wir die mit Lärm verbundenen gesundheitlichen Gefahren auf und untersuchen altersgemäße Aufklärung und Prävention.

Im Bereich des Ressourcenschutzes, bezogen insbesondere auf Wasser und Gewässer, untersuchen wir die Kombination zukunftsfähiger Nutzungsformen, deren partizipative Entwicklung und umweltpädagogische Verbreitung. Naturerfahrung und Ressourcenschutz sind aus dieser Sicht zwei gleichberechtigte Aspekte einer an dem Primat der Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie.