Lärmprävention
Lärmwirkungsforschung
Im Fachgebiet Lärmschutz wurden in den letzten Jahren eine Reihe von wissenschaftlichen Projekten und Untersuchungen zum Thema Freizeitlärm abgeschlossen. Die letzten Projekte waren:
Evaluation von Aufklärungsmaßnahmen im Bereich Freizeitlärm
Dieses wissenschaftliche Projekt wurde von 2003 - 2005 in Kooperation mit der Universität Landau durchgeführt. Ziel des Projektes war die Entwicklung von Instrumenten zur Evaluation von lärmpräventiven Maßnahmen und deren exemplarischen Überprüfung.
Diese Studie beinhaltete die Konzeption, Durchführung und Evaluation eines Unterrichtsprogramms für Grundschüler der 3. und 4. Klasse. Durchgeführt wurden 6 Unterrichtseinheiten zu den Themenbereichen Sinne, Hören, Schall und Lärm.
Zur Evaluation der Wirksamkeit wurde ein Computerspiel entwickelt, das sich zum Einsatz bei den Grundschülern als geeignet erwies. Die Evaluationsergebnisse dokumentieren einen langfristig stabilen deutlichen Wissenszuwachs und die Aufrechterhaltung zu Beginn positiv ausgeprägter Einstellungen und Hörgewohnheiten.
Arbeitsaufgaben des UfU: Erstellung der Unterrichtseinheiten
Erstellung der Arbeitsblätter
Durchführung der Unterrichtseinheiten
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Projekt: "Lärmampel"
Dieses Projekt wird über Forschungsmittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit finanziert. Ziel ist, Lösungen zur Reduzierung der Lärmbelastung im Unterricht zu entwickeln und ihre Durchführbarkeit in Form eines Modellprojektes zu untersuchen. Untersuchungen belegen, dass der von Schüler/innen ausgehende Lärm im Unterricht der am häufigsten genannte Belastungsfaktor für Lehrkräfte ist (80,8%). Dieser Lärm wirkt sich auf die Lehrer/innen physisch und psychisch aus. Sprechpegel über 60 dB(A) führen z.B. zu schneller Ermüdung durch Sprechanstrengung. Schätzungen zu Folge müssen 20% aller Lehrer/innen mit einem Sprechpegel über 75 dB(A) sprechen. Stimm- und Kehlkopfprobleme können die Folge derartiger physischer Überanstrengung sein und zunehmende Nervosität und Angespanntheit sind an dieser Stelle nur stellvertretend genannt für eine Fülle von psychischen Beschwerden.
Näheres zum Projekt Lärmampel:
In diesem Projekt wird nun für
160 Grundschullehrer/innen für den Unterricht der 2. Klasse eine
Lärmampel für eine festgelegte Anzahl von Unterrichtsstunden zur
Verfügung gestellt. (Die Lärmampel stellt ein Messgerät für aktuelle
Lärmpegelbereiche mit optischer Anzeige dar: grün= nicht belastend,
gelb = Grenzbereich, rot= Bereich, in dem mit Belastungen der Lehrkraft
auszugehen ist.) Der Einsatz der Ampel ist eingebettet in ein
didaktisches Konzept mit zwei Fortbildungseinheiten. In diesen werden
den Grundschullehrer/innen zunächst Strategien zur Sensibilisierung der
Schüler/innen für die Problematik "Lärm und Lernen" nahegebracht. Es
folgt die Vermittlung didaktischer Kompetenzen für die Nutzung der
Lärmampel als Arbeitsmittel zur Beeinflussung des Verhaltens Lärm
verursachender Schüler/innen. Das Projekt wird begleitet von einer
Messung und Beurteilung des akustischen Zustandes des Klassenraumes
sowie begleitenden Messungen während des Unterrichtes.
Das Projekt
"Lärmampel" ist ein Forschungsprojekt des Arbeitsmedizinischen
Vorsorgezentrums GmbH, AMVZ Berlin, das vom Institut für Gesundheits-
und Sozialforschung GmbH, IGES begleitet und evaluiert wird. Die
Aufgaben des UfU bestehen in der Ausarbeitung des Didaktikmoduls sowie
in der Durchführung der Fortbildungs- veranstaltungen für die
Lehrer/innen.
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Hörschäden bei Schüler/innen der Mittelstufe durch Musik- und Freizeitlärm
Diese Studie wurde finanziell gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Innerhalb eines Projektes an Oberschulen in Berlin wurden insgesamt 398 Kinder und Jugendliche nach ihren Musikhörgewohnheiten mittels Fragebogen befragt und ihr Gehör audiometrisch geprüft. Es wird eine Dosis-Wirkung-Beziehung zwischen übermäßig lauten, andauerndem Musikkonsum und dem Auftreten von Hörschwellenverschiebungen deutlich. Als besonders gefährlich sind Expositionskombinationen, d.h. hohe Gesamtexpositionen wie z.B. die Kombinationen von hoher Musik- und Computerexpositionen oder hohe Musikexposition und Gebrauch von Silvesterknallern oder Spielzeugpistolen befunden worden.
Den Projektbericht finden Sie hier
Studie bezüglich der Akzeptanz von Schallpegelbegrenzungen bei Jugendlichen
Diese Studie wurde finanziell gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
In dieser empirischen Querschnittsstudie (gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit BMG) sollte geklärt werden, in welchem Maße Musikschallpegelbegrenzungen auf ca. 95 dB(A) in Diskotheken und bei Konzerten von Jugendlichen akzeptiert werden und inwieweit Projekte, die eine Wissensvermittlung zum Thema "Hörschäden durch Musiklärm" beinhalten, bei den Jugendlichen eine Bewusstseinsänderung hervorrufen. Hierfür wurden 1674 Schüler befragt. Die Ergebnisse sind ermutigend:
Projektbericht




