Projekt AnaViet stärkt das Management von Altlasten in Vietnam

07.03.2017 - Im vergangenen Monat wurde das Projekt „AnaViet: Capacity Building und Demonstrationsmaßnahmen für die Bearbeitung umweltbedingter Altlasten (AnaViet)“ erfolgreich beendet. Im vor allem von Kriegslasten und industriellen Altlasten betroffenen Vietnam konnte das Projekt dazu beitragen, die Voraussetzungen für die Erfassung von Schwermetallen im Boden zu verbessern.

Schwerpunkt des Projektes war der Transfer von zwei mobilen rfa-Spektrometern nach Vietnam. Mit dieser Technologie können Schwermetalle im Boden direkt vor Ort erfasst werden. Vietnamesische Behörden können so mögliche Bodenbelastungen sehr viel schneller analysieren. Die Analysegeräte wurden im November 2016 im Rahmen eines deutsch-vietnamesischen Workshops zum Thema Altlasten von Gunter Adler, Staatssekretär des BMUB, feierlich an das vietnamesische Umweltamt übergeben.

Eine anschließende, einwöchige Schulung unter Leitung der Bodenexperten Prof. Dr. Tim Mansfeldt (Universität Köln) und Dr. Michael Kerth (Dr. Kerth & Lampe Geo-Infometric GmbH) machte rund 25 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vietnamesischer Umweltbehörden, Forschungslabore und Unternehmen mit der Nutzung der mobilen rfa-Spektrometer vertraut. Weitere Grundlagen der mobilen Altlastanalyse übermittelte der Kurs durch praktische Elemente wie Vor-Ort Untersuchungen von Böden am Roten Fluss bei Hanoi und in einem Handwerksdorf, sowie der gemeinsamen Aufarbeitung von Bodenproben im Labor.

Einen Ausblick auf zukünftige Chancen und Herausforderungen für die Förderung des Altlastmanagements in Vietnam und einen Überblick über das Transferpotenzial von Umwelttechnologie in diesem Bereich gibt die im Rahmen des Projektes erstellte Studie „Capacity Building, Umweltanalytik und Monitoring von Bodenverunreinigungen in Vietnam: Chancen für den Know-how und Technologie-Transfer“.

Fotos: Sarah Kovac

Weitere Informationen zum AnaViet-Projekt finden Sie hier