Solarsupport für Schulen

Logo Solarsupport Ende 2006 ist das Projekt "Solarsupport für Schulen" gestartet. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und dem Institut für Zukunftstechnologien (IZT) untersuchten wir im Auftrag des BMU, wie schulische Solaranlagen für pädagogische Zwecke genutzt werden und wie diese Nutzung durch technische oder organisatorische Unterstützung verbessert bzw. ermöglicht werden kann.

Das Forschungsprojekt Solarsupport

Viele Energieversorger haben in den vergangenen Jahren zahlreichen Schulen kostenlos Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung gestellt. Etliche Anlagen wurden auch mit Landes- und Bundesmitteln bzw. durch Stiftungen finanziert. Allein in Berlin befanden sich im Jahr 2008 beispielsweise insgesamt 160 derartiger Schulen. Diese Anlagen haben im Allgemeinen eine Leistung von 1-2 kWp und speisen ihren Strom direkt in das Schulnetz ein, ohne dass die Schulen Einspeisevergütungen erhalten. Die Anlagen haben in erster Linie eine pädagogische Funktion: Sie sollen die Akzeptanz von erneuerbaren Energien bei Kindern und Jugendlichen verbessern. Die tatsächliche Energieerzeugung durch diese Anlagen ist dagegen von untergeordneter Bedeutung. Die erwarteten ca. 700 kWh elektrische Energie pro Jahr liegen im Promille-, maximal im Prozentbereich des Verbrauchs und fallen statistisch als Stromeinsparung bei den jeweiligen Einrichtungen kaum auf. Das Ziel des Projektes war es, exemplarisch dafür zu sorgen, dass Kinder- und Jugendeinrichtungen ihre Solaranlagen pädagogisch nutzen können. Hierzu wurden folgende Schritte unternommen:

  1. Erfassung der Anzahl und Art von Photovoltaikanlagen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Schulgebäude oder der pädagogischen Nutzung im Schulunterricht stehen.
  2. Erfassung der technischen und kommunikativen Probleme bei der Nutzung dieser Anlagen im Rahmen des Unterrichts und Analyse der Ursachen hierfür.

Ergebnisse der Recherche:

Im Rahmen der Recherchen von Solarsupport sind folgende Ergebnisse zusammengetragen worden:

  • 197 von insgesamt 1.866 Schulen in Berlin und Brandenburg haben eine PV-Anlage (davon 159 in Berlin und 38 in Brandenburg)
  • Installierte Leistung auf Schuldächern: > 600 kWP von 18.500 kWP insgesamt installierter Leistung (entspricht mindestens 3,2%)
  • Finanzierung zumeist über Energieversorger, Schulträger und Spenden/Schulverein

Ziele für die Errichtung der Anlagen:

  • Demonstrationsanlage
  • Pädagogische Gründe
  • "Grünes Image" der Schule
  • Klimaschutz

Probleme bei der Nutzung der Anlagen

  • Schautafeln und Infoblätter fehlen häufig.
  • Schnittstelle zum Rechnernetz/Rechnerraum der Schule ist meist nicht vorhanden.
  • Software zur Auswertung und pädagogischen Einbindung der Anlage fehlt häufig oder ist fehlerhaft.
  • Anlagen werden selten für Regelunterricht in den Schulklassen genutzt, wohl aber für Schüler-AGs, Projektwochen, Schülerfirmen u.a.

Die Bewertung der pädagogischen Nutzung ist eher nicht so gut. Gründe hierfür sind:

  • Desinteresse der Kollegen.
  • Schlechte Ausrüstung (im Sinne pädagogischer Nutzung) und Zugänglichkeit der Anlagen.
  • Fehlendes pädagogisches Konzept.

Aus den Ergebnissen der Recherche folgte das weitere Vorgehen:

3. Unterstützung ausgewählter Schulen bei der Lösung und Überwindung der existierenden Probleme, um die bestehenden Photovoltaikanlagen zur Akzeptanzsteigerung für die erneuerbaren Energiequellen bei Kindern und Jugendlichen nutzbar zu machen (technische Optimierung der ausgewählten Schulen bis November 2007, Erstellung von Unterrichtseinheiten für die 4./5. Klassen bzw. die 8./9. Klassen bis Mai 2008).

4.Auslobung des Wettbewerbs Solarsupport für Schulen (Beginn Mai 2008, Preisverleihung Mai 2009)