Stärkung des ehrenamtlichen Engagements kleiner und mittlerer (anerkannter) Umwelt- und Naturschutzverbände durch digitale Vernetzung

Umweltverbänden kommt die wichtige Rolle zu, durch ihre Beteiligung an Planungs- und Genehmigungsverfahren die Belange des Naturschutzes in Infrastruktur- und Bauvorhaben einzubringen. Dieser Rolle werden bisher vor allem die großen Verbände, wie etwa der BUND und der NABU, gerecht. Schwieriger stellt es sich für die 83 in Deutschland anerkannten kleinen und mittleren Umwelt- und Naturschutzverbänden dar.

Bei jährlich etwa 1000 großen Infrastrukturplanungen sind Umwelt- und Naturschutzverbände nach § 64 BNatSchG berechtigt, fachliche Stellungnahmen einzureichen. Um dieses Recht wahrzunehmen, fehlen den 83 kleinen anerkannten Verbänden häufig die Kapazitäten. Viele der kleinen Verbände haben bislang weder ein ausreichenden Expertennetzwerk noch entsprechende ehrenamtliche Strukturen aufgebaut.

Durch die Digitalisierung, die Gewinnung neuer ehrenamtlicher Mitstreiter und durch verstärkte  Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Verbänden, können die Beteiligungsaktivitäten der Umwelt- und Naturschutzverbände unterstützt werden. Die Vorgängerprojekte „Verbändebeteiligung 2.0“ und „Verbändebeteiligung 3.0“ haben dies bereits für die großen Umweltverbände in drei Bundesländern vorangetrieben. Im Rahmen des Projektes „Verbändebeteiligung 4.0“ soll nun auch ein verbindliches Netzwerk unter den 83 kleinen und mittleren Umweltorganisationen entwickelt werden und so die Kräfte gebündelt werden, um den hohen fachlichen und organisatorischen Anforderungen bei der Wahrnehmung ihrer Beteiligungsrechte gerecht zu werden. Die Schwerpunkte liegen dabei darauf, ein systematisches Freiwilligenmanagement für die Verbandsbeteiligungsaktivitäten anzustoßen und die Zusammenarbeit der Freiwilligen mit Unterstützung von webbasierten Anwendungen und selbsterklärenden Qualifizierungsangeboten zu fördern.

Laufzeit
04/2018 – 03/2020

Gefördert durch

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und

Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen der Verbändeförderung

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Kontakt
Fabian Stolpe