07. August 2017

Am Freitag, dem 22.09.2017 finden im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin zwei von UfU organisierte Veranstaltungen zur Arbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände statt. Wir laden Sie herzlich dazu ein:

Verbändebeteiligung 3.0  – E –Partizipation in der Umweltverbandsarbeit

Die Digitalisierung der Umweltverbandsarbeit zur Erleichterung und effizienteren Nutzung der gesetzlichen Partizipationsrechte stellt sowohl eine große Chance als auch eine besondere Herausforderung dar.

Im Rahmen des vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen in Kooperation mit der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz, dem Landesbüro anerkannter Naturschutzverbände Brandenburg, dem Landesbüro Naturschutz Niedersachsen sowie Zebralog durchgeführten Projektes „Verbändebeteiligung 3.0“ wurden daher bereits bestehende Online-Angebote zur Vereinfachung der Verbändebeteiligung weiterentwickelt.

Zum Projektabschluss werden diese Online-Angebote und die dabei gewonnen Praxiserfahrungen gemeinsam vorgestellt.

Dabei soll insbesondere auch ein Austausch über die gewonnen Erfahrungen bei der Nutzung von Onlineangeboten und eine Diskussion aller Teilnehmenden über Entwicklungen in der „E-Partizipation“ ermöglicht werden.

Ausführliches Programm: E –Partizipation in der Umweltverbandsarbeit

 

Freitag | 22.09.2017 | 9:30 – 12:00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte | Robert Havemann Saal
Greifswalder Straße 4 | 10405 Berlin
Eintritt frei

Anmeldung/ Kontakt:
Karl Stracke | karl.stracke@ufu.de

Strategische Umweltklagen in der Verbandsarbeit

Das novellierte Umweltrechtsbehelfsgesetz erweitert die Verbandsklagerechte von anerkannten Umweltvereinigungen.

Diese Erweiterungen, den Gesetzesvollzug von umwelt- und naturschutzrechtlichen Vorschriften gerichtlich überprüfen zu lassen, werden die anerkannten Umweltverbände als „Anwälte der Natur“ vor neue Herausforderungen stellen: Denn die schon jetzt schwer zu beantwortende Frage, wie die begrenzt vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen möglichst sinnvoll eingesetzt werden können, um die Einhaltung der der umweltrechtlichen Vorschriften zu garantieren, wird sich durch die weitergehenden Klagerechte in neuer Form stellen.

In anderen Rechtsordnungen, denen seit jeher die im deutschen Recht existierenden Einschränkungen  von Individual- und Verbandsklagerechten im Umweltrecht fremd sind, wird dieser Frage mit so genannten „strategischen Klagen“ begegnet: Solche Klagen zeichnen sich dadurch aus, dass neben der Entscheidung in einer konkreten gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Klage eine über diesen konkreten Rechtsfall hinausgehende umweltschützende Wirkung bezweckt wird:  Es geht also darum, den Vollzug des Umweltrechtes über den Einzelfall hinaus zu gewährleisten und damit eine möglichst weitgehende Änderung von umweltschädlichen Entscheidungen von Regierungen oder der Wirtschaft zu bewirken.

Die Möglichkeiten und Herausforderung einer solchen strategischen Prozessführung für die deutsche Umweltverbandsarbeit sollen auf dem Workshop gemeinsam diskutiert und kritisch beleuchtet werden.

Ausführliches Programm: Strategische Umweltklagen

Freitag | 22.09.2017 | 13:00 – 17:00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte | Robert Havemann Saal
Greifswalder Straße 4 | 10405 Berlin
Eintritt frei

Anmeldung/ Kontakt:
Karl Stracke | karl.stracke@ufu.de