21. August 2016

Im Mittelpunkt der HALLESCHEN GESPRÄCHSREIHE KLIMAWANDEL steht am 31. August 2016 das im Dezember 2015 in Paris beschlossene Welt-Klimaabkommen. Prof. Dr. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Umweltforschungszentrum hat am Pariser Welt-Klimagipfel teilgenommen und wird nun berichten, wie er die Beschlüsse von Paris beurteilt.

Was bringt das Paris-Abkommen für die Welt? Zuvorderst das langfristige Ziel, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C senken. Es sollen nur noch so viele Treibhausgas-Emissionen erlaubt sein, wie die Natur durch Wälder, Böden und Ozeane wieder aufnehmen kann. Entsprechende „Freiwillige Selbstverpflichtungen in einzelstaatlicher Verantwortung“ (NDCs) sind das Zauberwort – aber die NDCs reichen nicht, um die ehrgeizigen Ziele des Paris-Abkommens zu erreichen. Deshalb wurde in Paris ein neuartiger Hebemechanismus erfunden, der die Länder verpflichtet, ab 2023  alle fünf Jahre ihre freiwilligen Zusagen zu erhöhen. Dabei sollen die reichen Länder die armen mit jährlich 100 Milliarden USD bereits ab 2020 unterstützen. Das wurde völkerrechtlich verbindlich zugesagt. Zusätzlich sollen und wollen Akteure der Finanzwelt wie Rockefeller und Bloomberg dabei helfen. Prof. Schwarze wird insbesondere diesen Hebemechanismus und die Rolle der Finanzmärkte bei der Umsetzung des Paris-Abkommens erläutern, auch mit Blick auf die Finanzierung kommunaler Maßnahmen bei Klimaschutz und -Anpassung.

Um die Brücke zum lokalen Geschehen hier vor Ort zu schlagen, wird im Anschluss Herr Daniel Zwick, Leiter des DLZ Klimaschutz, das Energie- und klimapolitische Leitbild der Stadt Halle (Saale) vorstellen.

Die Veranstaltung findet am 31.8.2016 um 19 Uhr in Halle (Saale), im Stadtmuseum, Gr. Märkerstraße 10, statt. Interessierte Bürger sind ebenso wie Fachkundige herzlich eingeladen.

Die HALLESCHE GESPRÄCHSREIHE KLIMAWANDEL ist ein gemeinsames Angebot des Dienstleistungszentrums Klimaschutz der Stadt Halle (Saale) und des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen – UfU e.V.