9. Dezember 2019

Zusammen mit Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus verschiedenen Ländern, veranstaltete das UfU zwei Workshops im Rahmen der sogenannten „Alternativen COPs“ in Santiago de Chile, dem Cumbre de los Pueblos (Gipfel der Bevölkerung) und der Veranstaltung Sociedad Civil por la Acción Climática (Zivilgesellschaft für Aktionen im Klimaschutz). Die beiden Veranstaltungen wurden von chilenischen zivilgesellschaftlichen Organisationen veranstaltet und waren geplant als Parallelveranstaltungen zur UN-Klimakonferenz (COP 25) in Santiago, die letzten Monat kurzfristig nach Madrid verlegt wurde. Das UfU organisierte auf beiden Veranstaltungen jeweils einen Workshop zum Thema „Raising Ambition through Civil Society Participation: Broaden the spaces of civil society participation in climate policies”.

Die Teilnehmer*innen stellten fest, dass die derzeit von den Regierungen in ihren Ländern angebotenen Beteiligungsprozesse in der Klimapolitik nicht mit den Standards für gute Beteiligung übereinstimmen und ein großer Teil der Zivilbevölkerung von den Entscheidungsfindungsprozessen zu Klimafragen ausgeschlossen ist. Teilnehmer*innen aus Südamerika forderten deshalb, dass das Escuazú-Abkommen (Regionales Abkommen für Zugang zu Information, Öffentlichkeitsbeteiligung, und Gerechtigkeit in Umweltangelegenheiten) von mehr südamerikanischen und karibischen Ländern unterzeichnet und ratifiziert werden muss, um die klimabezogene Beteiligung der Öffentlichkeit in der Region zu stärken.

Beide Workshops waren Teil des Projektes „Stärkung der Zivilgesellschaft in der nationalen Klimapolitik“, das das UfU gemeinsam mit dem BUND sowie Umweltorganisationen aus Kolumbien, Georgien und der Ukraine durchführt.