„Meine Stimme für Europas Zukunft“ - Forderungspapier zur EU-Wahl 2019

22. Mai 2019

In nur wenigen Tagen, am 26. Mai 2019, ist Europawahl. Eine Wahl, die die Grundfeste für eine natur- und menschenfreundliche Wertegemeinschaft setzen kann. Eine Wahl, die maßgeblich darüber entscheidet, wie wir mit aktuellen Herausforderungen umgehen werden. Eine Wahl, die die Weichen für unsere Zukunft in Europa stellt!

Wir möchten daher alle wahlberechtigten EU-BürgerInnen dazu ermuntern, Ihre Stimme zu nutzen und die anstehende Wahl zum Anlass nehmen, noch einmal auf das umweltpolitische Forderungspapier „Meine Stimme für Europas Zukunft“ des DNR (Deutscher Naturschutzring) aufmerksam zu machen, welches vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen e.V. und 86 weiteren deutschen Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbänden unterstützt wird:

Die Herausforderungen und Probleme unserer Zeit – wie der Klimawandel, die ökologische Krise, die globalen Flucht- und Wanderungsbewegungen, die soziale Ungleichheit oder die Folgen von Finanz- und Wirtschaftskrisen – sollten durch gezieltes, gemeinsames Handeln der Mitgliedsstaaten angegangen werden. Dies erscheint nur möglich, wenn sich die Europäische Union weiter demokratisiert, gerechter und insgesamt nachhaltiger wird. Die UnterzeichnerInnen des Positionspapiers setzen sich für eine freiheitliche und solidarische Gesellschaft sowie eine lebenswerte, intakte Umwelt ein, welche als potentiell verbindende Elemente für ein zukunftsfähiges und demokratisches Europa angesehen werden.

Die Eckpfeiler des Forderungspapiers sind daher:

• Das Vorantreiben von Demokratisierung und Nachhaltigkeit in der EU

• Eine nachhaltige Energiewende und die Umsetzung der Klimaziele von Paris

• Die Ermöglichung einer nachhaltigen Industriewende und Ressourcen-Nutzung

• Die Einleitung einer nachhaltigen Verkehrswende

• Eine nachhaltige Agrarwende

• Eine Offensive im Natur- Und Artenschutz

• Die Stärkung von Umwelt und Gesundheit in Europa

 

Zum umweltpolitischen Forderungspapier „Meine Stimme für Europas Zukunft“ des DNR (Deutscher Naturschutzring).


Abschlussveranstaltung Fifty/Fifty Reinickendorf

16. Mai 2019

Am 08. Mai 2019 fand die feierliche Abschlussveranstaltung des Energiesparprojekts Fifty/Fifty Reinickendorf statt. Im historischen Sitzungssaal des Rathaus Reinickendorf kamen Schüler*innen, Lehrkräfte und die Hausmeister der teilnehmenden Schulen zusammen, um gemeinsam mit dem Schulstadtrat des Bezirks Reinickendorf und Schirmherr des Projekts, Herrn Tobias Dollase, die Projektergebnisse aus dem vergangenen Schuljahr dem Publikum zu präsentieren.

Harry Funk von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie würdigte in seinem Grußwort die Bedeutung des Projekts für den Klimaschutz im Bezirk. Der Bezirk Reinickendorf nehme damit außerdem eine besondere Rolle in der Klimabildung in ganz Berlin ein.

Manfred Freund vom Facility Management des Bezirksamtes Reinickendorf, der sich über viele Jahre hinweg im besonderen Maß für das Energiesparprojekt Reinickendorf eingesetzt hat und für den es die letzte Abschlussveranstaltung in seiner Dienstzeit ist, bedankte sich in seiner Abschiedsrede für das großartige Engagement der Schüler*innen und Lehrkräfte, die mit Ihren kreativen Ideen einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz geleistet haben.

Auch die Hausmeister der Schulen wurden als wichtige Säule für das Energiesparprojekt und für ihre tatkräftige Unterstützung der Schulbetreuer*innen vor Ort vom Projektleiter Oliver Ritter gewürdigt.

Schulstadtrat Tobias Dollase erklärt, dass  „nicht nur die Fridays-for-Future-Demonstrationen zeigen, dass jungen Menschen der Umweltschutz wichtig ist. Auch im Unterricht hat Klimaschutz bereits einen hohen Stellenwert bekommen“. Dollase lobt die Erfolge des Projekts Fifty/Fifty im Bezirk Reinickendorf.

Und der Erfolg gibt allen Beteiligten Recht: in diesem Schuljahr haben 15 Schulen – und damit so viele, wie noch nie – am Energiesparprojekt teilgenommen.

Das UfU als offizieller Projektpartner bedankt sich bei allen Gästen der feierlichen Abschlussveranstaltung und den teilnehmenden Schulen des diesjährigen Energiesparprojekts Fifty/Fifty Reinickendorf.

Pressemitteilung des Bezirkes


Ukraine - Kick-Off

Neues Projekt zu Wassermanagement in der Ukraine

23. April 2019

Das Projekt zielt darauf ab die lokalen Behörden bei der Umsetzung der wasserrechtlichen Vorgaben durch Kapazitätsbildung zu unterstützen. Durch den Austausch mit Experten aus Deutschland sowohl aus der Verwaltung als auch aus nationalen Umwelt NGO und Experten aus der Republik Moldau soll die länderübergreifende Zusammenarbeit gestärkt und aus bereits gewonnen Erfahrungen bei der Umsetzung der WRRL gelernt werden.

Hierzu werden Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projekt „Kapazitätsbildung für das Wassermanagement auf lokaler Ebene in der Republik Moldau“ auf die Ukraine übertragen und an die spezifischen Bedingungen der Projektregionen in der Ukraine adaptiert.

Dazu haben sich Vertreterinnen und Vertreter von NGOs aus der Ukraine und Vertreterinnen und Vertreter von NGOs und Ministerien aus der Republik Moldau in Chisinau zum Kick-Off Seminar “Transboundary Cooperation for the Sustainable Management of Small Rivers in the Ukraine – the Dniester Tributary” getroffen, um: Herausforderungen und Synergien für eine grenzüberschreitende Kooperation hinsichtlich des Kapazitätsaufbaus für das Management kleiner Flüsse in der Ukraine zu diskutieren, sich über den Zustand der Oberflächengewässer und den Wassermanagementstrategien in den Zielregionen in der Ukraine auszutauschen, sich die in der Republik Moldau gemachten Ergebnisse und Erfahrungen zur Umsetzung der WRRL anzuschauen als auch praktisch an einer Sitzung des im Projekt in der Republik Moldau eingesetzten Wasserbewirtschaftungsrates für den Fluss Baltata teilzunehmen.

Weitere Informationen zum Projekt


Christof Tannert

Christof Tannert - Trauer um Gründer - ehrendes Andenken

17. April 2019

Christof Tannert und Reinhard Piechocki haben das UfU gegründet. Christof Tannert ist nun am 11. April im Alter von 73 Jahren in Berlin verstorben. Wir verlieren mit Christof einen Freund, Visionär, Ermunterer, einen Menschen, der Soziales und Ökologisches immer zusammen dachte und der sich auch nach dem frühen Ausscheiden aus dem UfU im Januar 1991 für UfU stark machte. Die Gründung des UfU, rief er mir noch vor einigen Tagen zu, war eines der besten Dinge in seinem Leben. Nun ist es an uns, seine Gedanken in Erinnerung zu behalten und ihm so ein ehrendes Andenken zu schaffen.

Die Monate zwischen Herbst 1989 und dem 3. Oktober 1990 waren so ereignisreich wie sonst mehrere Jahre. Es galt, ein neues Institut aufzubauen, was hieß, alles gleichzeitig zu tun: Konzepte zu entwickeln, Personal einzustellen, Projekte abzuarbeiten und nahezu täglich Presseanfragen zu beantworten etc. Und das alles bei sich ständig verändernden Rahmenbedingungen. Im März 1990 wurde das UfU nach dem Vorbild des Ökoinstituts West noch unter der Voraussetzung der Zweistaatlichkeit gegründet. Im Sommer 1990 wurden durch die Währungsunion die eingeworbenen finanziellen Polster mit einem Schlag halbiert und somit die Arbeitsfähigkeit der eigenen Projekte stark beschränkt. Im Herbst 1990 sah sich das UfU plötzlich einer Phalanx aus neu gegründeten, staatlich finanzierten Umwelteinrichtungen in Ostdeutschland gegenüber, wie dem Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ) oder dem Institut für Ökologische Raumentwicklung (IFÖR) in Dresden.  Christof erkannte schnell, dass im Westen hochrangige Kontakte und Netzwerke wichtig sind. Nach einem kurzen Intermezzo als Geschäftsführer bei Greenpeace Ostdeutschland ging er zu Beginn des Jahres 1991 für die SPD in die Politik, zunächst ins Berliner Abgeordnetenhaus und dann für eine Legislaturperiode nach Brüssel ins EU-Parlament. In diesen Funktionen kümmerte er sich immer auch um sein UfU-Institut. Ich erinnere mich noch an einen Besuch beim damaligen Umweltminister des Landes Berlin, Volker Hassemer, CDU, im Sommer 1991, den Christof vom UfU überzeugen wollte und an das Einwerben einer Studie zu den Potentialen von Erneuerbare Energien im Land Brandenburg, die schließlich von unserem ehemaligen UfU-Kollegen Hartmut Oswald erarbeitet wurde.

Christof versuchte auch unter den sich nach 1990 dramatisch verschlechternden Bedingungen im Vergleich zu den Monaten im Herbst 1989 Ruhe zu bewahren und pragmatisch dem UfU das Überleben zu sichern und gleichzeitig seine Einzigartigkeit zu bewahren und zu entwickeln. Es war vor allem Christof, der mit dem UfU das herkömmliche Wissenschaftssystem im Umweltschutz angreifen wollte. Ihm war das vordergründig nur auf das analytische Messen beschränkte Beschreiben der Umweltverschmutzung ohne die Einbeziehung der Menschen ein Graus. Er setzte auch nicht auf den Staat, sondern auf die Mündigkeit der BürgerInnen. Umweltschutz bedeutete für ihn auch nicht Technikfixiertheit, sondern Aufklärung der Massen und die Entwicklung des Umweltbewusstseins. Durch das Schaffen von Projekten, die die Einbeziehung der Menschen in den Schutz der Umwelt erforderlich machten, sollte zugleich die Bewusstseinsbildung der Beteiligten gelingen. Ob mit Hilfe von Bioindikatoren wie dem Saprobiensystem die Wasserqualität zu ermitteln oder mittels Flechten die Luftqualität zu verbessern – solche Ansätze und Projekte, und zwar flächendeckend für ganz Ostdeutschland, schwebten ihm für das UfU vor.

In Ansätzen ist dieser Gedanke von Christof im UfU auch gelungen und immer lebendig geblieben und spiegelt sich beispielsweise im Monitoring mittels Flechtenkartierung in Sachsen-Anhalt durch Peter Scholz, im Fifty-Fifty Modell zum Energiesparen an Schulen in Berlin, das er sehr mochte, oder in der Beteiligung von BürgerInnen in Planungsverfahren wider, die noch heute bestimmende Projekte des UfUs darstellen. Das UfU setzt im Kern auf Umweltverhalten, auf das Überzeugen und auf mündige Menschen, nicht in erster Linie auf Veränderungen durch technische Lösungen.

Christof wird dem UfU fehlen, als Vordenker, als kritischer Geist. Er hat auch in Zeiten, in denen er sah, das UfU kommt auf die Beine und stabilisiert sich, immer hohe Ansprüche formuliert, gegen Selbstgenügsamkeit und bloßes Geldverdienen mittels Projekte. Er wollte, dass UfU eine führende angewandt wissenschaftliche Einrichtung im sozial-ökologischen Spektrum in ganz Deutschland ist.  Er formulierte es mir gegenüber vor Jahren so: Am Ende wird man sich immer fragen, was die Einzigartigkeit des Instituts ausmacht, auf welchem Gebiet es Inhalte besetzt, die nicht hinwegzudenken sind.

Der Wikipedia-Eintrag zu Christof enthält einige interessante Aspekte seines Lebens und Schaffes. Auch seine Romane und Kriminalgeschichten: https://de.wikipedia.org/wiki/Christof_Tannert

Michael Zschiesche


BEACON-Schulen unterstützen Fridays for Future

4. April 2019

Schülerinnen und Schüler der BEACON-Schulen in Rumänien, Bulgarien und Deutschland haben sich mit der Fridays-for-Future-Bewegung solidarisiert. Sie unterstützten die Initiative durch ihre Teilnahme am Global Climate Strike for Future am 15. März 2019. Auf der ganzen Welt blicken Kinder und Jugendliche mit Sorge auf den Klimawandel, die Umweltverschmutzung und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen.

Am Global Strike for the Future mit 2.000 Protestveranstaltungen in 125 Ländern nahmen Schätzungen zufolge 1 Million Schülerinnen und Schüler teil. Auch Kinder und Jugendliche der BEACON-Schulen in Deva, Alba Iulia, Ramnicu Valcea, Buzau, Bukarest, Ploiesti (Rumänien), Samokov (Bulgarien) und Hannover (Deutschland) beteiligten sich am Protest. Auf Plakaten und in auf Video aufgezeichnete Diskussionen und Interviews zum Thema Klimaschutz brachten die Schülerinnen und Schüler der BEACON-Schulen ihre Sorge über nach wie vor unzureichende Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zum Ausdruck.

Die Botschaften von Fridays for the Future entsprechen dem Ziel des BEACON-Projekts. Dieses besteht darin, Schülerinnen, Schüler und Schulpersonal für die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen zu sensibilisieren. Im Rahmen des BEACON-Projekts organisieren Kinder und Jugendliche in Deutschland, Bulgarien, Rumänien und der Tschechischen Republik eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktivitäten, um sich über den Klimawandel sowie Energiespar- und Emissionsminderungspotenziale zu informieren. Deutsche Schulen haben die Möglichkeit, durch den Austausch mit Schulen in den Partnerländern zu lernen. „Ich denke, dass ich vor allem mit diesem Projekt etwas gegen die Bedrohung durch den Klimawandel unternehmen kann, denn wir sparen viel Energie und können anderen Menschen zeigen, wie auch sie etwas gegen den Klimawandel tun können,“ so ein Schüler des Ion Agarbiceanu-Gymnasiums in Alba Iulia, Rumänien.

Weltweite Bewegung

Die Bewegung Fridays for Future wurde im August 2018 von der zu diesem Zeitpunkt 15-jährigen schwedischen Schülerin Greta Thunberg ins Leben gerufen. Sie blieb an einem Freitag dem Unterricht fern, um vor dem schwedischen Parlament für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Seitdem tun es ihr Jugendliche in aller Welt gleich und gehen vor Rathäusern oder Regierungsgebäuden für einen besseren Klimaschutz auf die Straße. Das Besondere der Bewegung besteht darin, dass die Schülerinnen und Schüler jeden Freitag während der Unterrichtszeit mit verschiedenen Formen des Protests auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

Das Projekt BEACON der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) fördert insgesamt 57 Bildungsinstitutionen aus Bulgarien, der Tschechischen Republik, Rumänien und Deutschland. Zusätzlich werden Klimapartnerschaften europäischer Gemeinden initiiert und erfolgreiche Klimaschutzmaßnahmen identifiziert und analysiert.


Aktuelle UfU-Zeitschrift: Das Große Ganze

28. Februar 2019

Nach fast 17 Jahren voll großer Themen und großer Ideen zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen, widmet sich die UfU-Zeitschrift in ihrer 84. und finalen Ausgabe dem wohl komplexesten Thema überhaupt: dem Großen Ganzen.

Doch wo setzt die Analyse des Großen Ganzen in einer so unübersichtlichen, vernetzten Gesellschaft, wie der heutigen überhaupt an? Welche Transformationen und Visionen sind notwendig, um allen ein anständiges, gutes und nachhaltiges Leben zu ermöglichen? Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliche Organisationen dabei?

Die aktuelle UfU-Zeitschrift wagt einen analytisch, kritischen Blick auf das Große Ganze, stellt anregende Fragen und betrachtet das Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.

Mit der aktuellen Ausgabe wird die UfU-Zeitschrift zwar in dieser Form beendet, doch braucht sich die treue Leserschaft nicht zu fürchten: das UfU wird auch in Zukunft zu spannenden Projekten und Themen informieren und seine Impulse in ein neues Format verpacken.

Weitere Informationen zum Inhalt der aktuellen UfU-Zeitschrift finden Sie hier.


Neues Projekt: Klima-Gesichter

5. Februar 2019

Ein neues und lang ersehntes Projekt des Fachgebiets Klimaschutz & Transformative Bildung hat im Januar 2019 begonnen. Um dem Klimawandel und insbesondere dem Klimaschutz „ein Gesicht“ zu geben, werden Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund in diesem Projekt zu Klimaschutzbotschafterinnen und -botschaftern ausgebildet. Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung erhalten in Umweltbildungsworkshops Wissen und Handlungsoptionen zum klimaschonenden und kostensparenden Umgang mit Ressourcen (bspw. Energie, Abfall, Wasser, Konsum). Ausgewählte Teilnehmer*innen werden in Multiplikatoren-Schulungen ausgebildet und geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen mittels Workshops, Filmspots und einer Ausstellung in einer bundesweiten Bildungstour weiter.

Mehr Infos auf der Projektseite hier.

Quelle: KLIMAFLUCHT-Ausstellung der Deutschen KlimaStiftung © Deutsche KlimaStiftung


Bildung messen und Klima-Gespenstern trotzen?

28. Januar 2018

Am 23. Januar 2019 fand im Haus der Demokratie und Menschenrechte die Abschlusskonferenz für das Projekt „Beteiligung und Wirkung – Zielgruppengerechte Methodik und Wirkungsmessung in der Umweltbildung“ statt.

Gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dafür aus dem ganzen Bundesgebiet angereist. Nach einem Begrüßungs- und Einführungsteil durch Korinna Sievert (BMU), Dr. Michael Zschiesche (Geschäftsführer UfU) und Ulrike Koch (Projektleiterin) wurden zunächst die Projektergebnisse von Dr. Dino Laufer und Dr. Malte Nachreiner sowie von Frau Koch präsentiert und im Plenum diskutiert. Die Präsentationen finden Sie am Ende unserer Projektseite unter „Beteiligung & Wirkung“.

Weiterhin wurde auf der Konferenz auch auf die internationalen Proteste von jungen Menschen gegen die derzeitige Klimapolitik verwiesen: https://fridaysforfuture.de

Eine zentrale Erkenntnis aus dem Projekt war, dass sich junge Menschen nicht nur eine Vermittlung von Problemstellungen im Kontext des Klimawandels wünschen, sondern in einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten an Lösungsmöglichkeiten arbeiten und dabei auch „Selbstwirksamkeitserfahrungen“ machen wollen.

Ein besonderes Highlight der Konferenz bestand in der grafischen Dokumentation der gesamten Veranstaltung durch Heide Kolling.

Während des Workshop-Teils wurden einige Themen nochmal vertiefend angegangen und im großen Plenum vorgestellt. Die Pausen boten den Teilnehmenden die Möglichkeit zur intensiven Netzwerkpflege.

UFU_Konferenz_Umweltbildung und BNE

Abschließend wurde mithilfe einer Fishbowl-Runde zu den Stichworten Beteiligung, Digitalisierung und zur Bedeutung von BNE auf nationaler Ebene intensiv weiter diskutiert.

Aus Sicht des Projektteams haben alle Teilnehmenden eine anregende, bunte und diskussionsfreudige Veranstaltung erlebt und Kontakte knüpfen können, die weit über diese Veranstaltung hinausgehen.

Die Präsentationen der Konferenz finden Sie unten auf dieser Seite hier.

Und hier finden Sie noch weitere Fotos von der Konferenz:


Abschlusskonferenz „Umweltbildung und BNE – zielgruppengerecht und wirkungsorientiert?“

Am 23.Januar 2019 findet von 10:00 bis 16:00 Uhr im großen Konferenzsaal des Hauses der Demokratie und Menschenrechte in der Greifswalder Str. 4 in 10405 Berlin die Abschlusskonferenz des Projekts „Beteiligung und Wirkung – Zielgruppengerechte Methodik und Wirkungsmessung in der Umweltbildung“ statt.

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Verwaltung, Schule und Bildungspraxis wurden diese Themenfelder in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten bearbeitet. Ziel der Abschlusskonferenz ist es, sowohl die Ergebnisse des Projekts als auch die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für eine zielgruppen- und wirkungsorientierte Umweltbildung / BNE vorzustellen und zu diskutieren. Weiterhin sind die Reflektion der im Projekt eingesetzten Methoden und die Vernetzung der vielfältigen Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer Bestandteile des Programms.

Das Projekt wurde vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) e.V. zusammen mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und dem Grafikbüro Neonfisch im Auftrag von Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit durchgeführt.

Die Einladung mit dem konkreten Programmablauf findet sich unter:

https://www.ufu.de/projekt/beteiligung-und-wirkung-zielgruppengerechte-methodik-und-wirkungsmessung-in-der-umweltbildung/

Bitte melden Sie Ihr Kommen bis zum 07.01.2019 bei Ulrike Koch (ulrike.koch@ufu.de ) an. Herzlichen Dank!


UfU betreut ab sofort Schulen in Pankow

07. November 2018

Im Herbst des Jahres 2018 erhielt das UfU erstmals nach über acht Jahren wieder den Zuschlag für die Betreuung der Schulen im Berliner Bezirk Pankow. Insgesamt 18 Schulen werden in den kommenden beiden Jahren durch das UfU betreut. Dazu gehören eine Reihe von unterschiedlichen Maßnahmen, die die Schulen in Anspruch nehmen können. Das Konzept soll in Nachfolge des bereits seit mehreren Jahren im Bezirk durchgeführten Energiesparprojektes weitergeführt werden.

Folgende Inhalte sind Bestandteil der Betreuung der Einrichtungen im Bezirk:

  • Individueller Support, Beratung und Begleitung der Schulen. Jede der Schulen wird im Rahmen des Projektes individuell beraten. In Abstimmung mit den zuständigen Personen in den Schulen wird in diesem Rahmen beispielsweise die Betreuung der Einzelraumregelung begleitet.
  • wählbare Module; Weiterhin wird jeder Schule die begleitete Durchführung von Projekttagen, Exkursionen und Schulungen vor Ort angeboten. Dies sind zum Beispiel Projekttage zu den Themen „Grundlagen Energiesparen“, „Heizen und Lüften“, „Strom und Beleuchtung“ oder „Klimawandel“.
  • Lehrkräftefortbildung; Diese Fortbildung dient dazu, das Thema breit in der Schule zu verankern. Die Lehrkräfte lernen hier bewährte Programmideen und Methoden kennen und erarbeiten Ideen für ihr persönliches Arbeitsfeld an der Schule
  • Zusammenarbeit mit Hausmeistern und dem technischen Dienstleister WEN; Die Hausmeister werden neben gezielten Fortbildungen mit in die Projektarbeit mit den Energieteams einbezogen. Der technische Dienstleister des Bezirks, verantwortlich für die Unterhaltung der Heizanlagen wird regelmäßig informiert und auf technische Mängel hingewiesen. Auch Verbesserungsvorschläge, die sich aus der Projektarbeit ergeben werden diesem mitgeteilt.

Finanziert wird das Projekt durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Schule, Sport, Facility Management und Gesundheit SE Facility Management, Fachbereich Hochbau.