13. April 2016

Unter diesem Titel fand am 7.4.2016 eine Tagung zur thematischen Vielfalt, zur Rahmenplaneinbindung und zur inhaltlichen und organisatorischen Weiterentwicklung der Bildung für Nachhaltigkeit (BNE) statt. Als Grundlagen der BNE-Entwicklung in unserer Stadt führten die ReferentInnen zunächst in verschiedene Entwicklungen auf unterschiedlichen politischen Ebenen ein:

  • In die UN- Nachhaltigkeitsziele – oder auch SDGs –  und das zugehörige BNE-Weltaktionsprogramm, dass auch in Deutschland umgesetzt wird. (Riccarda Retsch, Rat für Nachhaltige Entwicklung)
  • In die Landesstrategie aus Nordrhein-Westfalen „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft lernen NRW“, die weiter gediehen ist als entsprechende Prozesse in Berlin. Vielleicht können wir hiervon lernen. (Esra Herzog, Umweltministerium NRW)
  • In das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms BEK und den politischen Prozess, um es Wirklichkeit werden zu lassen.  (Dr. Fritz Reusswig, PIK)
  • In die – insbesondere überfachliche und dennoch verpflichtende – Einbindung von BNE in die neuen Rahmenlehrpläne von Berlin und Brandenburg. (Nadine Düppe, LISUM)

Die folgenden Workshops stellten dann ausgewählte Methoden für verschiedene Zielgruppen und Themen der BNE vor.

  • Die UfU-Mitarbeiterin Heike Müller behandelte unter der Überschrift „Klimaschutz von Anfang an“ Energie und Klimaschutz als BNE-Thema in der Kita.
  • Nicola Humpert vom EPIZ stellte ein Projekt zur Frage der Klimagerechtigkeit für die Sekundarstufe I vor.
  • BNE für die Sek II wurde beispielhaft am Thema der Biodiversität und Klimaanpassung abgedeckt, wozu die entsprechenden Angebote auf der Internationalen Gartenschau in Marzahn vorgestellt wurden.
  • Nele Cölsch von FairBindung griff die Dimension „Ökonomie“ im Nachhaltigkeitsraum auf und stellte die Behandlung alternativer Wirtschaftsweisen in der BNE dar.
  • Franziska Schulz von Berlin 21 referierte eine Kurzstudie zu Umweltbildungsangeboten von Berliner Unternehmen der Daseinsvorsorge. Diskutiert wurde dann die Frage, wie diese Angebote kombiniert, weiterentwickelt und in die BNE-Ansätze der Schulen integriert werden können.

Neben vielfältigen Einzelergebnissen der Workshops wurde insgesamt deutlich, dass Berlin bei den diskutierten Prozessen „BNE und globale Bildung als Pflichtthema“, „Umsetzung des BNE-Aktionsprogramm“ und „Klimaschutzbildung (auch) im Rahmen des BEK“ bisher nur die ersten Schritte gemacht hat. Das BEK muss sogar erst noch beschlossen werden. Aber auch die bereits geltenden neuen Rahmenpläne sind noch nicht in den Schulen angekommen. Bisher gibt es nur Ideen dazu, wie fächerübergreifende Inhalte in den Schulen verpflichtend eingeführt werden können.