Wir haben eine digitale Stadtrallye über die DDR-Umweltbewegung veröffentlicht. Mit Hilfe einer App lernen die Teilnehmenden zentrale Orte der DDR-Umweltbewegung im Prenzlauer Berg kennen und erfahren deren Ziele und Aktionsformen. Die Stadtrallye ist kostenlos und jederzeit verfügbar. Multimediale und interaktive Elemente wie Texte, ein Quiz und Fotos der DDR-Umweltbewegung bereiten die Informationen für die Teilnehmenden auf. Zusätzlich berichten die Zeitzeug:innen Ralf-Uwe Beck und Rosemarie Benndorf in Videos und Zitaten von ihren Erfahrungen. Die Stadtrallye startet bei der Zionskirche und führt die Teilnehmenden mit Hilfe einer App quer durch den Prenzlauer Berg bis zum Haus der Demokratie und Menschenrechte. Stationen sind zum Beispiel die Berliner Umweltbibliothek, das ehemalige Wohnhaus von Bärbel Bohley und das Büro der GRÜNEN LIGA. Dabei lernen die Teilnehmenden wie die DDR-Umweltbewegung entstand und welche Ziele sie verfolgte. Sie entdecken historische Orte, an denen sich Aktivist:innen trafen, und erfahren, welche Rolle die Zionskirche dabei spielte. Außerdem lernen sie Aktionsformen kennen und verstehen, welche Repressionen die Aktivist:innen erfuhren.
Die Stadtrallye ist kostenlos, dauert ca. 1,5 Stunden und führt die Teilnehmenden 2,5 Kilometer durch den Prenzlauer Berg. Die exakte Route lässt sich auf diesem Flyer finden. Zur Durchführung der Stadtrally ist die App Actionbound nötig, welche sich hier herunterladen lässt. Nach dem Download kann die Stadtrallye durch scannen eines QR-Codes in Actionbound gestartet werden, welcher auf dieser Seite und im Flyer zu finden ist.
Die Stadtrallye hat das Ziel die Erfahrungen der DDR-Umweltbewegung nach außen zu kommunizieren und entstand aus der eigenen Geschichte heraus. Denn einige unserer Mitglieder waren Teil der DDR-Umweltbewegung und erhielten aufgrund ihres Einsatzes für den Umweltschutz Berufsverbot. Am 10. März 1990 wurde das UfU als erstes unabhängiges Institut für Umweltwissenschaft in den neuen Bundesländern gegründet. Bei der Zeremonie in Berlin waren über 200 Mitglieder und Gäste anwesend.
Die Stadtrallye wird gefördert durch Mittel der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Im Rahmen des Projektes wurden Interviews mit den Zeitzeug*innen Rosemarie Benndorf und Ralf-Uwe Beck durchgeführt.






