35 Jahre UfU!
Wir feiern gemeinsam
Datum: 7. Oktober 2025
Ort: bUm, Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin
35 Jahre Kampf für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, für nachhaltige Bildung, für Energieeffizienz, ein starkes Unweltrecht, für Umweltinformationen und das demokratische Recht auf Teilhabe.
Am 7. Oktober 2025 feierte das UfU mit 100 Gästen im bUm in Kreuzberg sein 35 jähriges Bestehen. iGemeinsam haben wir die Geschichte der Umweltbewegung in (Ost-)Deutschland Revue passieren lassen aber auch die Herausforderungen der aktuellen Zeit kritisch angesprochen.
Wir danken allen Gästen für die freundlichen Gespräche, den wertvollen Input und für das Lob und positive Feedback, dass wir an diesem Abend erhalten haben.
Wir wünschen unseren Partnerorganisation und auch uns zahlreiche weiter erfolgreiche Jahre und ein beständiges Kämpfen um unsere demokratischen Institutionen, den Umwelt- und Naturschutz und eine lebhafte Zivilgesellschaft.
Grußadresse zum 35. Geburtstag vom UfU,
von Reinhard Piechocki, einem der Mitbegründer
Liebe Mitglieder und Freunde des UfU,
Als einer der Mitbegründer des UfU möchte ich meine Anerkennung aussprechen, wie innovativ und ermutigend sich dieses unabhängige Institut in den vergangenen 35 Jahren entwickelt hat. Es ist wunderbar, dass von der Gründungsgarde der ersten Stunde noch Menschen wie Heiner Giersch, Adrian Jost, Reinhard Klenke und Michael Zschiesche aktiv sind als Mitarbeiter oder im Vorstand. Besonders gefreut hat mich die Nachricht, dass unserem Geschäftsführer, Dr. Michael Zschiesche, das Bundesverdienstkreuz für sein Wirken in der Umweltbewegung, insbesondere für seinen Einsatz für Bürger- und Umweltrechte, verliehen wurde.
So ein Jubiläum wie der 35. UfU-Geburtstag ist ein guter Anlass, an meinen 2019 verstorbenen Freund Christof Tannert, dem ersten UfU-Vorstandsvorsitzenden, zu erinnern. Er war die entscheidende Persönlichkeit bei der Gründung des Instituts in der Wendezeit. Seine so hoffnungsvolle Karriere als einer der begabtesten jungen Biochemiker der DDR wurde jäh beendet im Jahr 1971, als er wegen staatsgefährdender Gruppenbildung verhaftet und lange inhaftiert wurde. Von 1980 bis 1984 studierte er Theologie und arbeitete von 1981 bis 1989 als Buchhändler und Kunstgalerist in Ost-Berlin. Es hat mich sehr gefreut, dass er als Biologe und Theologe nach der Wende Leiter der interdisziplinäre Arbeitsgruppe Bioethik und Wissenschaftskommunikation am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin wurde und wichtige Bücher und Publikationen auf dem Feld der Ethik publizierte.
Anknüpfend an die drei Feldern Wissenschaft, Ethik und Demokratie, auf denen Christof besonders kompetent war, möchte ich drei Wünsche äußern für die nächsten 35 UfU-Jahre:
Wissensvermittlung: Angesichts der extremen Entfremdung von der Natur, die sich u.a. darin offenbart, dass heute Kinder und Jugendliche mehr Automarken unterscheiden können als Vogel- oder Baumarten, wünsche ich mir, dass das UfU seine Initiativen für nachhaltige Bildungen in den Schulen auf eine neue und originelle Weise wesentlich erweitert. Wir können nur schützen und bewahren, was wir kennen und lieben!
Ehrfurcht vor der Natur: Obwohl die Ehrfurcht als die spirituellste aller positiven Emotionen gilt, ist sie zu einem Fremdwort geworden und den Menschen abhandengekommen. Könnte das UfU nicht anknüpfend an den konziliaren Prozess der DDR-Kirchen, in dem die „Bewahrung der Schöpfung“ eine Schlüsselrolle spielte, zukünftig initiativ werden in den Schulen und Kirchen unseres Landes, um die Ehrfurcht vor der Natur wieder zu beleben?
Demokratie: Vor 35 Jahren hat niemand von den UfU Gründern auch nur im Traum daran gedacht, dass sich Jahrzehnte später immer mehr Menschen für Autokratien und Diktaturen begeistern. Die Förderung von Demokratie und der Einsatz für Bürger- und Umweltrechte sollte daher anknüpfend an die bisherigen Leistungen des UfU unbedingt durch neue und unkonventionelle Initiativen weiter ausgebaut werden.
Zum Schluss noch zwei Leseempfehlungen für alle, die den UfU Geburtstag mitfeiern:
- das 2009 erschienene autobiografische Buch von Christof Tannert „Schulle im gewöhnlichen Sozialismus – Episodenroman zur deutschen Zeitgeschichte“ macht deutlich, wie verheerend sich Diktaturen auf die Psyche der Menschen auswirken.
- Mein in diesem Jahr in der Naturwissenschaftlichen Rundschau erschienener zweiteiliger Artikel „Ist die Unvernunft in der Natur des Menschen verankert?“ behandelt u.a., wie Irrationalität und Dummheit die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen vorantreiben. (Sie können die pdf-Datei per Mail bekommen über Michael Zschiesche oder Reinhard Klenke)
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Programm des Abends:
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UfU Film
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Rede Adrian Jost, Vorstandsvorsitzender des UfU
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Rede Carsten Träger, Parlamentarischer Staatssekretär BMUKN
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Musikalischer Beitrag Alice Köfer
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Rede Steffi Lemke, Umweltministerin a. D.
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Musikalischer Beitrag Alice Köfer
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Interview Michael Zschiesche & Florian Kliche, UfU Geschäftsführung




































































































































































