15. Oktober 2018

Kommunen und Schulen aus sieben europäischen Ländern arbeiten beim Klimaschutz zusammen

In 55 Schulen aus Rumänien, der Tschechischen Republik, Bulgarien und Deutschland wird der Klimaschutz aktiv in die Hand genommen. Lokale Aktivitäten und internationaler Austausch gehen Hand in Hand in dem von der europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) geförderten Projekt.

„Bridging European and Local Climate Action“ (BEACON) heißt das Projekt, welches durch internationale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch Klimaschutz auf kommunaler Ebene fördern soll. Dabei nehmen 45 Schulen aus Rumänien, Bulgarien und Tschechien, sowie zehn deutsche Partnerschulen teil. Abgesehen von den Schulen sind weiterhin 34 Kommunen aus Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik, Griechenland, Portugal und Deutschland an dem Projekt beteiligt und beginnen nunmehr mit der kooperativen Zusammenarbeit.

Das Unabhängige Institut für Umweltfragen koordiniert und begleitet die Zusammenarbeit der teilnehmenden Schulen gemeinsam mit Partnerorganisationen in den beteiligten Ländern. In Tschechien beteiligen sich Schulen in den Orten Písek, Přeštice, Milevsko, Rožnov p.R, Prachatice und Kněžice. In Bulgarien sind Schulen aus Samokov, Veliko Tarnovo, Pavel Banya und dem Lyulin district in Sofia beteiligt und in Rumänien sind die Schulen in Zalau, Ramnicu Valcea, Ploiesti, Deva, Buzau und Alba Iulia beheimatet. Die deutschen Partnerschulen finden sich in Berlin, Halle (Saale), Braunschweig, Pirna, Norderstedt, Hannover, Arnsberg, Potsdam und Eberswalde.

Umsetzung

Die Erfahrungen bei Energiesparprojekten im Bereich Nutzerverhalten zeigen, dass rund 10% Energie an Schulen eingespart werden können. Die Themen Energiesparen und Klimaschutz sollen in den pädagogischen Alltag der Schulen aufgenommen werden. Hierbei gibt es unterschiedliche Anreizsysteme für die Schulen, die an den Schulen in den Partnerländern in Zusammenarbeit mit dem Schulträger und der Schulverwaltung eingeführt werden sollen.

Wichtig ist, dass alle Nutzer*innen des Schulgebäudes, also Schüler*innen, Lehrkräfte, Schulleitungen und Hausmeister*innen, eingebunden werden. Austausch, Erarbeitung und Aneignung von relevantem Wissen und die Kompetenz dieses praktisch umsetzen zu können stehen hier im Vordergrund. Einsparpotenziale der Schulen werden analysiert und mögliche Maßnahmen herausgearbeitet. Eine strukturelle Verankerung der Thematik ist von großer Bedeutung, so dass die Ideen und Themen auch nach Ende der Projektlaufzeit weiterverfolgt werden.

Ein weiterer Teil des Projekts stellt die Zusammenarbeit mit den Kommunen in den Partnerländern dar. Dabei liegt der Fokus auf dem persönlichen Austausch und Perspektivwechsel auf dem Gebiet des Klimaschutzes. Diese Vorgehensweise hat das Ziel den Nutzen von Klimaschutzprojekten in Mittel-, Ost- und Südeuropa greifbar zu machen und somit potentielle Nachahmer*innen zu finden.

Das Vorhaben wird von insgesamt 11 Partnerorganisationen durchgeführt: adelphi, Ecofys, UfU, Energy Cities, OER, Environ, PNEC, SEVEn, NTEF Bulgaria, CRES, FCiencias.ID – ICS-ULisboa.