Natürlicher Klimaschutz muss in Schulen in Zukunft eine größere Rolle spielen. Dies zeigte die 27. Fachtagung zu Klimaschutz an Schulen am 13. November in Berlin. Das diesjährige Schwerpunktthema „Schule im Wandel: Natürlicher Klimaschutz an Schulen“ untersuchte, inwieweit Schulen aktiv zur Klimaanpassung beitragen können.
Die enorme und oftmals unterschätzte Bedeutung intakter Ökosysteme für das Stadtklima hat auch Auswirkungen auf den Schulalltag. Insbesondere in Hitzemonaten und in Zeiten von Dürre, merken die Schüler*innen in den oftmals nicht klimaangepassten Gebäuden die Auswirkungen des Klimawandels in ihrem Alltag. Entsprechend zeigte die Fachtagung mit Vorträgen, Workshops und Initiativen auf, wie sich Klimaanpassung sowohl baulich, als auch pädagogisch in den Schulalltag integrieren lässt.

Im Mittelpunkt solcher Maßnahmen stehen naturbasierte und wassersensible Lösungen für die Schule. Durch Begrünung, Nutzung von Regenwasser oder innovative Bauformen werden die Biodiversität gesteigert, das Mikroklima an der Schule verbessert und gesunde Lernräume geschaffen, was die Resilienz von Schulgebäuden und Städten stärkt. Die auf der Fachtagung beispielhaft vorgestellte Umgestaltung des Schulhofs des Hermann-Hesse-Gymnasiums veranschaulicht, dass Schulen selbst zu Orten des Wandels werden können, an denen Lehrkräfte und Schüler*innen gemeinsam nachhaltige Strategien umsetzen.
Auch die Befähigung von Schüler*innen, sich an der eigenen Schule zu beteiligen ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung junger Menschen. Beteiligungsprojekte wie das UfU Projekt KlimaVisionen bestätigten auch in der Fachtagung, dass die Schüler*innen vermehrt auch außerhalb der Schule zu Klimathemen zu kommunizieren. Schulische Klimaschutzprojekte stoßen dementsprechend nicht nur räumliche Veränderungen an, sondern stärken auch die Handlungskompetenz junger Menschen. Vor diesem Hintergrund sind geplante Kürzungen bei derartigen Projekten kritisch zu bewerten.
Das UfU hebt mit dieser Fachtagung hervor, dass Klimaanpassung machbar, wirkungsvoll und ein Gewinn für Bildung, Gemeinschaft und Umwelt ist. Deutlich wird dabei auch: Natürlicher Klimaschutz ist kein Zusatzprojekt, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit von Schulen und in das Bewusstsein der kommenden Generationen.























