Bürgerschaftliches Engagement spielt eine zentrale Rolle für den Naturschutz in Deutschland. Doch die Art und Weise, wie Menschen sich ehrenamtlich engagieren verändert sich. Neben klassischen Vereinsstrukturen gewinnen flexible, projektbezogene und digitale Engagementformen an Bedeutung. Diese Entwicklungen eröffnen neue Chancen, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen einzubinden. Gleichzeitig stellt dies Organisationen vor die Herausforderung, ihre Strukturen an veränderte Lebensrealitäten anzupassen.
Gesamtgesellschaftlich und politisch erfährt das Ehrenamt große Aufmerksamkeit, wobei der Schwerpunkt meist auf Bereichen wie Sport, Rettungswesen, Pflege oder politischer Beteiligung liegt. Für den Naturschutz stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen ehrenamtliches Engagement gezielt gestärkt und bislang unterrepräsentierte Gruppen erreicht werden können. Vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels, einer vielfältigen Gesellschaft und struktureller Hemmnisse ist die Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Naturschutz eine komplexe, aber zunehmend wichtige Aufgabe.
In dem Forschungsprojekt untersucht das UfU gemeinsam mit dem Öko-Institut, Verian und dem Nationale Naturlandschaften e.V., wie ehrenamtliches Engagement im Naturschutz in Zeiten gesellschaftlichen Wandels gestärkt und zukunftsfähig gestaltet werden kann. Ziel ist zu verstehen, wer sich engagiert, welche Hürden bestehen und welche Strategien besonders wirksam sind, um Ehrenamtliche zu gewinnen und langfristig zu binden. Dabei kommen qualitative und quantitative Methoden sowie transdisziplinäre Ansätze zum Einsatz, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Erfahrungswissen von Engagierten, Organisationen und Fachinstitutionen verbinden. Auf dieser Grundlage entstehen praxisnahe Empfehlungen, die zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt 2030 beitragen.
Laufzeit
11/2025 – 12/2027
Kooperationspartner:
Öko-Institut
Nationale Naturlandschaften e.V.

Gefördert durch
Bundesamt für Naturschutz

Kontakt
Franziska Sperfeld



