Das „Innovationslab klimaneutrales Berlin“ bündelt Kompetenzen im Bereich klimaneutraler öffentlicher Gebäude in Berlin. Es bringt Verwaltung, öffentliche Einrichtungen, bestehende Initiativen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um Lösungen für den Weg zur Klimaneutralität zu entwickeln, zu testen und in die Praxis zu übertragen.
Berlin hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Dafür ist ein Perspektivwechsel essentiell: Weg von einzelnen Maßnahmen, hin zu langfristigen Transformationspfaden. Öffentliche Gebäude sollen nicht nur energetisch, sondern zugleich gesundheitsfördernd, klimafreundlich und widerstandsfähig konzipiert werden. Das betrifft auch den alten Gebäudebestand. Anstatt isoliert einzelne Gebäude energetisch zu optimieren, sollen durch Weiter- und Umnutzung neue soziale, inklusive und produktive Stadträume geschaffen werden, wie das Bundesinstitut BBSR 2024 in „SUFFIZIENZ – Forschung im Gebäudebereich“ hervorhebt.
Diese Transformation ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine organisatorische und gesellschaftliche. Es fehlen oft klare Definitionen, gemeinsame Arbeitsstrukturen und Orte, an denen Wissen gebündelt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Lösungen gemeinsam entwickelt werden können. Hier setzt das Innovationslab klimaneutrales Berlin an und schafft einen offenen Entwicklungs- und Lernraum für den Weg zur klimaneutralen Stadt. Als zentrale Anlaufstelle richtet sich das Projekt an Kommunen, Unternehmen, Verbände, Träger, Fachkräfte und Nutzer*innen gleichermaßen. Geplant sind Aktivierungsworkshops, Weiterbildungsangebote, fachliche Beratung sowie die Vernetzung mit bestehenden Strukturen und Initiativen, um die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu intensivieren. Parallel dazu soll die Machbarkeit konkreter Klimaschutzaktivitäten an öffentlichen Einrichtungen in Berlin demonstriert werden, indem beispielsweise anwendbare Maßnahmen zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs implementiert werden.




