6. November 2019

Aktionsmöglichkeiten sind vielfältig, doch gerade im Umweltbereich gibt es für Studierende kaum eine effektivere Möglichkeit, ihr Fachwissen mit Engagement zu verbinden, als in Umweltbeteiligungsverfahren anerkannter Umwelt- und Naturschutzverbände. Über 50 Studierende aus verschiedenen Umweltfachrichtungen fanden sich deshalb am 06.11.2019 für das UfU-Beteiligungsseminar an der Technischen Universität Berlin zusammen, um zu erfahren, wie sie ihre bereits erworbenen Kenntnisse wirkungsvoll für Umweltbelange einbringen können.

Vor allem bei kommunalen Planungs- und Genehmigungsverfahren, ist die Expertise der Umweltverbände gefragt und notwendig, um Umweltschutzinteressen bei neuen Bauvorhaben oder ähnlichem angemessen zu berücksichtigen. Dazu verfassen die Verbände in kürzester Zeit umfangreiche Stellungnahmen, bei denen sie auf fachliche Unterstützung angewiesen sind. Auch ohne fertigen Hochschulabschluss, bringen v.a. Studierende aus den Bereichen Umweltplanung, Biologie, Geologie, Ökologie und (Umwelt-)Recht bereits nützliches Fachwissen mit, um die Arbeit der Verbände unterstützen und selbst wertvolle Praxiserfahrung sammeln zu können. Eine Mitgliedschaft in den jeweiligen Verbänden ist dazu nicht erforderlich und auch die konkrete Unterstützung kann lediglich sporadisch oder gezielt bei bestimmten Projekten erfolgen.

Als Teil einer praxisbezogenen Vorlesungsreihe des Bachelorstudienganges Umweltplanung der TU Berlin, stand das Seminar allen Interessierten offen, die einen Einblick in die Beteiligungsarbeit anerkannter Umwelt- und Naturschutzverbände erhalten wollten. Louisa Hantsche, Umweltjuristin des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen e.V., eröffnete die Veranstaltung mit einer Einführung in die rechtlichen Grundlagen und digitalen Möglichkeiten der Umweltbeteiligung im Allgemeinen und der Verbändebeteiligung im Speziellen. Als Kernstück des Seminars gab Antje Stavorinus von der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) einen lebendigen Einblick in die tatsächliche Verbändepraxis und steckte sowohl das Potential als auch die Grenzen der Beteiligungsmöglichkeiten ab. Abschließend stellte Nina Feyh (BLN) die aktuelle Berliner Beteiligungsplattform vor, welche die Kooperation und Vernetzung zwischen den Akteuren der Umweltverbände deutlich erleichtert und die Digitalisierung der Beteiligungsarbeit vorantreibt.

Das Seminar fand in Kooperation mit der TU Berlin und der BLN im Rahmen des Projektes „Verbändebeteiligung 4.0“ des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen – UfU e.V. statt, welches vom Umweltbundesamt gefördert wird.

Weitere Infos und das Programm der Veranstaltung finden sich im Seminar-Flyer!

 

Nützliche Links:

http://www.umwelt-beteiligung.de/

https://www.umwelt-beteiligung-berlin.de/ 

http://bln-berlin.de/

https://www.umweltpruefung.tu-berlin.de/v_menue/fachgebiet_umweltpruefung_und_umweltplanung/