6. Juni 2019

Bis 2020 müssen alle Vertragsparteien des Pariser Klimaabkommens ihre nationalen Klimaziele (NDCs) überarbeiten und Langfriststrategien entwickeln. Denn diese sind bisher nicht ambitioniert genug. Dies kritisieren Nichtregierungsorganisationen weltweit immer wieder, bringen ihre Positionen ein und erfüllen damit eine wichtige Rolle als „Watchdog“ und Katalysator für eine transparente und ehrgeizige Klimapolitik, die das 1,5°C-Ziel im Blick behält. Die „Global NDC-Conference“, die vom 12.-14. Juni 2019 in Berlin stattfindet, widmet sich der Frage, wie eine möglichst schnelle und ambitionierte Überarbeitung der jeweiligen nationalen Klimaziele und deren Umsetzung weltweit gelingen kann.

Mitarbeiterinnen des UfU werden innerhalb eines Konferenzbeitrags zusammen mit dem BUND Antworten auf diese Fragen liefern. Am 13.6. präsentieren sie von 14:15-16h erste Ergebnisse des gemeinsamen Projektes ZIVIKLI. Dessen Ziel ist es, gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen in Georgien, Kolumbien und der Ukraine die Partizipationsmöglichkeiten von Umwelt-NGOs innerhalb der nationalen Klimapolitik zu stärken. UfU begleitet das Projekt auf der wissenschaftlichen Ebene, indem es die rechtlichen Rahmenbedingungen für klimapolitische Partizipation vor Ort sowie den aktuellen Status Quo und Good Practices von zivilgesellschaftlicher Beteiligung erforscht. Am Projektende werden die Ergebnisse in einer Studie veröffentlicht, die darüber hinaus Maßnahmen und Handlungsempfehlungen definiert, wie die Zivilgesellschaft in den Partnerländern zukünftig noch besser in die nationale Klimapolitik eingebunden werden kann.

Auf der internationalen Konferenz werden erste Forschungsergebnisse dargestellt und durch Erfahrungsberichte von NGO-Vertreter*innen aus Kolumbien, Georgien und der Ukraine anschaulich gemacht: Welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es aktuell, an klimarelevanten Plänen und Strategien mitzuarbeiten? Wird die Stimme der Zivilgesellschaft gehört und aufgenommen? Welche Strategien verfolgen NGOs in den drei Ländern, um Politik zu beeinflussen und einen Wandel hin zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit anzustoßen? Welche Hürden und welche Potentiale gibt es dabei?

Weitere Informationen zum Workshop:

13. Juni, 14:14-16h: “Civil society – forgotten and underestimated potentials for ambitious climate action”

Gesamtprogramm der Konferenz:

Global NDC Conference 2019