21. Oktober 2019

WissenschaftlerInnen, ExpertenInnen und EntscheidungsträgerInnen aus mehr als 15 verschiedenen Ländern tauschten sich am 15. Und 16. Oktober 2019 im Rahmen der Konferenz Climate Opportunity 2019: Co-Benefits for Just Energy Futures über die sozialen und ökonomischen Möglichkeiten eines ambitionierten Ausbaus von erneuerbaren Energien in der Stromproduktion und -bereitstellung aus.

Über fünfzehn Studien zu positiven Nebeneffekten (sogenannten Co-benefits) von Erneuerbaren in den Bereichen Wasser, Luftqualität, Gesundheit, Zugang zu Energie und Energiesicherheit, Wohlstand und Entwicklung sowie den Arbeitsmarkt wurden vorgestellt, als auch Werkzeuge für deren Berechnung sowie Konzepte, wie Co-Benefits in der Politikgestaltung besser berücksichtigt werden können. Die zu diesem Zweck konzipierte Ausstellung zu neusten Ergebnissen, Werkzeugen und politischen Prozessen wird in Kürze auch online verfügbar sein. Die Climate Opportunity 2019 Konferenz wurde im Rahmen des COBENEFITS Projektes durchgeführt.

Am zweiten Tag der Konferenz organisierte das UfU einen Tagesworkshop zum Thema Kommunikation und Partizipation. Hier tauschten sich internationale Experten und Expertinnen darüber aus, wie Partizipation zu einer besseren Berücksichtigung der Co-Benefits in der Politikplanung beitragen kann. Auch wurde diskutiert, wie die vielseitigen Möglichkeiten, die von der Energiewende ausgehen, besser kommuniziert werden können. Nguy Thi Khanh, Vorsitzende von GreenID, verdeutlichte dies am Beispiel der energiepolitischen Kommunikation in Vietnam. Besonders spannend war auch der Beitrag von Tasneen Essop, Beauftragte der nationalen Planungskommission Südafrika (National Planning Commission of South Africa). Sie erörterte, wie in Südafrika durch einen partizipativen Prozess ein für alle Beteiligten fairer Ausstieg aus der Kohle geplant wird.