28. September 2018

Eine hochrangige Delegation von 20 chinesischen Richtern aus der Provinz Heilongjiang besuchte im Rahmen einer Studienreise das UfU, um sich über den Zugang zu Gericht und die wachsende Bedeutung des Umweltrechts in Deutschland zu informieren. Anna-Julia Saiger und Dr. Michael Zschiesche vom Fachgebiet Umweltrecht und Partizipation beantworteten etwa 2 Stunden lang die Fragen der chinesischen Juristen des Obergerichts aus Heilongjiang, einer Provinz  im Nordosten der Volksrepublik China und machten mit ihren Ausführungen deutlich, dass in Deutschland zu den rechtsstaatlichen Instrumente zur Lösung von Umweltproblemen auch gerichtliche Entscheidungen dazugehörten. Hierzu zählten neben der Anwendung von Umweltstrafrecht auch die Klagen vor den Verwaltungsgerichten beispielsweise durch die etwa 300 anerkannten Umweltverbände.   Die chinesischen Richterinnen und Richter  zeigten sich beeindruckt von der Bandbreite der umweltrelevanten Klagen an deutschen Gerichten. So wurde in der Diskussion auch der aktuelle Fall der Braunkohleverstromung und die Räumung des Hambacher Forstes in Nordrhein-Westfalen thematisiert. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Carl Duisberg Centren, einer gemeinnützige Gesellschaft für internationale Weiterbildung und Personalentwicklung aus Köln. Geleitet wurde die chinesische Delegation von der Vizepräsidentin des Heilongjiang High Peoples Court in China Frau Huaju Li.