Entwicklung einer Strategie zur Bekämpfung invasiver Arten im Land Berlin

Seit 2015 gilt die EU-Verordnung über die Prävention und das Management der Einbringung und der Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten. Um diese EU-Verordnung im Land Berlin effizient umzusetzen, soll im Projekt eine Berliner Strategie zur Bekämpfung invasiver Arten entwickelt werden.

Auftraggeberin ist die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (SenUMVK). Auf Grundlage des derzeit gültigen Landesrechts werden in Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin und weiteren für den Vollzug zuständigen Stellen zunächst prozess- und praxisorientiert die jeweiligen Pflichtaufgaben und deren derzeitige Umsetzungen überprüft.

Nach Vorstellung der Ergebnisse werden in einem partizipativen Prozess die Verantwortlichkeiten klarer oder auch neu zugeordnet und ein Grobkonzept für eine effektivere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren wird entwickelt. Dabei wird insbesondere auch der nach Artikel 14 der EU-VO geforderte Aufbau eines Überwachungssystems konzipiert, bei dem Informationen der FFH- und Wasserrahmen-Richtlinie, aber auch alle weitere Daten, die dazu Behörden-übergreifend genutzt werden, Natur und Landschaft zu beobachten, einfließen. Das Überwachungssystem muss  hinreichend dynamisch konzipiert sein, damit im Land Berlin ein schnelles und effektives Vorgehen gegen invasive Arten durch die jeweils zuständige Behörde möglich ist. Das Grobkonzept wird deshalb sowohl die Durchführung einzelner Managementmaßnahmen beachten als auch den Vollzug von Verboten umfassen.

In einem finalen Schritt wird die Strategie soweit konkretisiert, dass damit die unionsrechtlichen Vorgaben im Land Berlin umgesetzt werden können und dass sie als Grundlage für einen Senatsbeschluss nutzbar ist.

Laufzeit
1/2022– 11/2022

Im Auftrag von
Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz

 

Kontakt
Florian Kliche