Neues Jahr, neues Format: UfU-Informationen

29. Februar 2020

Um unsere MitgliederInnen und InteressentInnen über die aktuellen Geschehnisse rund um das UfU auf dem Laufenden zu halten, gibt es nun unsere neue Institutspostille „UfU-Informationen“ mit Neuigkeiten rund um das UfU und seine Projekte, Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Die erste und aktuellste Ausgabe finden Sie hier!

Das bisherige Format „themen und informationen“ wird damit abgelöst. Die in der Vergangenheit erschienenen Zeitschriften können jedoch weiterhin per E-Mail an info@ufu.de bestellt werden. Eine Übersicht über lieferbare Ausgaben ist hier zusammengestellt.


100 Teilnehmende diskutieren über Umweltgerechtigkeit in Berlin

03. Februar 2020

Wie kann Umweltgerechtigkeit als Leitlinie für eine ökologische und soziale Quartiersentwicklung in den Berliner Bezirken und auf Senatsebene verankert und realisiert werden? D.h. wie kann eine möglichst gleich gute Lebens- und Umweltqualität für alle Bewohner*innen der Hauptstadt hergestellt werden? Diese Frage stand im Zentrum des Kongresses „Umweltgerechtigkeit in Berlin – Vom Konzept zur Praxis“, den das UfU gemeinsam mit dem BUND Berlin und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg am 30./31. Januar durchgeführt hat.

Denn momentan ist es so, dass gesundheitsrelevante Umweltbelastungen wie Lärm oder Luftverschmutzung in sozial benachteiligten Quartieren der Hauptstadt meist viel höher sind als in anderen Stadtteilen. Menschen dort leiden also unter Mehrfachbelastungen, die es abzubauen gilt. Doch dies ist eine komplexe Aufgabe, bei der unterschiedlichste Akteure an einem Strang ziehen müssen – über diverse Themenfelder hinweg. Dass der Bedarf für Veränderung groß ist, zeigte das hohe Interesse an der Veranstaltung. Alle Plätze im historischen Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg waren gefüllt, einige Personen fanden nur noch Stehplätze.

Zu Beginn führte Frau Prof. Dr. Hornberg, Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU), die Teilnehmenden in das Thema Umweltgerechtigkeit ein. Als Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin spannte sie dabei einen interessanten Bogen zum Thema Gesundheit. Mit der Aussage „Gesund ist ein Mensch, der jeden Tag als neue Chance wahrnimmt!“ machte sie außerdem deutlich, dass Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Diese durch gute Umweltbedingungen zu erhalten und zu fördern, sollte oberstes Ziel sein.

Herr Dr. Klimeczek lenkte anschließend den Fokus auf Berlin und stellte die für Deutschland einmalige Umweltgerechtigkeitskonzeption der Hauptstadt vor. Grundlage ist eine kleinräumige Umweltbelastungsanalyse, die Aufschluss über die ungleiche Verteilung der Umweltbelastungen in den Bereichen Lärm, Luftbelastung, Bioklimatische Belastung, Grünflächenversorgung, Stadtstruktur und Realnutzung gibt. Diese Daten wurden verschnitten mit sozialen und weiteren gesundheitsstatistischen Aussagen. Die so entstandenen Umweltgerechtigkeitskarten machen die Mehrfachbelastungen bestimmter Quartiere und somit den Handlungsbedarf sehr deutlich. Gleichzeitig ist der erhobene Ist-Zustand jedoch mittlerweile in vielen Bereichen nicht mehr aktuell. Eine wichtige Herausforderung wird in nächster Zeit u.a. darin bestehen, manche Indikatoren zu überarbeiten und ein kontinuierliches Monitoring einzuführen, sodass die Konzeption mit den Kartendarstellungen auch weiterhin eine verlässliche Grundlage für den Diskurs über Umweltgerechtigkeit in Berlin ist.

In vier parallelen Fachforen hatten die Teilnehmenden im Anschluss die Möglichkeit, spezielle Fragen rund um das Thema Umweltgerechtigkeit zu diskutieren. Während eine Gruppe sich mit gesundheitlichen und sozialen Aspekten beschäftigte, ging ein anderes Forum der Frage nach, wie Umweltgerechtigkeit auf Bezirksebene vorangetrieben werden kann. In einem dritten Forum standen die Indikatoren und das Monitoring im Vordergrund, die vierte Gruppe tauschte Erfahrungen aus anderen Städten aus. Angeregt wurde die Diskussion in allen Fachforen durch Impulsbeiträge von diversen Expert*innen.

Zum Abschluss des ersten Kongresstages erwartete die Teilnehmenden eine zur Veranstaltung fertig gestellte neue Ausstellung, die auf 19 großen Tafeln das Thema Umweltgerechtigkeit aufarbeitet. In Zukunft soll diese Ausstellung auf Wanderung gehen und so noch mehr Menschen erreichen.

Der zweite Veranstaltungstag begann mit zwei Vorträgen, die zeigten, welche Förderprogramme (beispielsweise die Städtebauförderung oder das Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung – BENE) Umweltgerechtigkeit unterstützen und gezielt vorantreiben können. Die Beiträge kamen von Sören Bott von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und André Butz von der Beratungs- und Service Gesellschaft Umwelt.

Einen regen Austausch gab es anschließend auf dem „Markt der umweltgerechten Möglichkeiten“. Hier präsentierten sich diverse Akteur*innen aus Forschung und Praxis, die bereits das Thema Umweltgerechtigkeit bearbeiten. Bei Kaffee und Tee wurden fleißig Ideen und Kontakte ausgetauscht, um Berlin und andere Städte in Zukunft umweltgerechter zu machen.

Den Abschluss des Kongresses bildete eine Interviewrunde mit Frau Heiß, Bezirksstadträtin von Tempelhof-Schönberg, Frau Schulz-Hüskes von der Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Tilmann Heuser, Geschäftsführer des BUND Berlin. Bei diesem Rückblick auf den Kongress und gleichzeitigem Ausblick wurde deutlich, wo die wichtigsten Handlungsbedarfe für Berlin in der Zukunft liegen, welche Herausforderungen bestehen und welche realen Veränderungen in naher Zukunft zu erwarten sind.

 

 

Gefördert durch:

 

 

Fotos: Larissa Donges


UfU-Stellungnahme

14. Januar 2020

UfU Geschäftsführer und Umweltjurist, Dr. Michael Zschiesche, wird am 15. Januar 2020 ab 11 Uhr der Anhörung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages als Experte beiwohnen und mit seiner umweltrechtlichen Expertise auf Fragen der Abgeordneten eingehen. Hintergrund der Anhörung ist der Entwurf eines Gesetzes zur Vorbereitung der Schaffung von Baurecht durch Maßnahmengesetz im Verkehrsbereich (Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz), welcher bereits vom UfU in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Deutschen Naturschutzring (DNR) und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) deutlich kritisiert wurde.

Die aktuelle Stellungnahme von Dr. Zschiesche zur Anhörung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages am 15. Januar 2020 ist hier abrufbar. 


Kongress: „Umweltgerechtigkeit in Berlin – vom Konzept zur Praxis“

13. Dezember 2019

Kongress:

„Umweltgerechtigkeit in Berlin – vom Konzept zur Praxis“

Donnerstag, 30.01.2020 – Freitag 31.01.2020

Rathaus Schöneberg, Berlin

 

Gemeinsam mit dem BUND Berlin und dem Bezirksamt Tempelhof-Schönefeld organisiert das UfU vom 30.-31.01.2020 den Kongress „Umweltgerechtigkeit in Berlin – vom Konzept zur Praxis“. Zu der Veranstaltung in Berlin Schöneberg laden wir Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Praxis und Wissenschaft ein, die sich rund um das Thema Umweltgerechtigkeit informieren, austauschen und Schnittstellen künftiger Zusammenarbeit ausloten möchten. Im Rahmen von Impulsvorträgen, Fachforen und einem „Markt der umweltgerechten Möglichkeiten“ sollen bestehende Berliner und bundesweite Strategien und Projekte zusammengeführt sowie zukünftige Schritte für Umweltgerechtigkeit mit Schwerpunkt in Berlin diskutiert werden.

Denn in Zeiten sich verschärfender sozialer und ökologischer Krisen kann es nicht länger um ein entweder oder gehen. Umwelt und Gerechtigkeit müssen zusammengedacht, anstatt gegeneinander ausgespielt zu werden. Das Konzept der Umweltgerechtigkeit, erstmals in Deutschland durch den Umweltgerechtigkeitsatlas in Berlin in die Praxis überführt, nimmt sich diesen Herausforderungen an und stellt u.a. einen Zusammenhang zwischen Sozialstatus, Gesundheitsbelastungen sowie Umwelt- und Lebensqualität her. Der Berliner Umweltgerechtigkeitsatlas liefert methodische und instrumentelle Ansätze für die bundesweite Einführung von Umweltgerechtigkeitsinstrumenten als Grundlage für eine quartiersbezogene integrierte Umwelt- und Sozialpolitik. Wie können diese in die Praxis umgesetzt werden? Wie kann Umweltgerechtigkeit als Leitlinie für eine ökologische und soziale Quartiersentwicklung in den Berliner Bezirken und auf Senatsebene verankert werden? Welche Modellprojekte gibt es, welche sind geplant?

Hier geht es zum Programm.

 

Die Teilnahme an dem Kongress ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich bis zum 15.Januar 2020 bei Madelon Dimmerling an: madelon.dimmerling@ufu.de

Veranstaltungsort:

Rathaus Schöneberg im Goldenen Saal
Am Rathaus 2
10825 Berlin

U-Bahn 4 „Rathaus Schöneberg“

 

Aufruf zum Markt der umweltgerechten Möglichkeiten:

Transformation lebt von vielfältigen Ideen und Akteuren! Für den Markt der Möglichkeiten am 31. Januar von 10.00 Uhr -11.30 Uhr laden wir Interessierte, die ihre Projekte, Forschungsergebnisse oder Mitmachaktionen sowie Ideen einem breiten Publikum vorstellen möchten ein, sich bis zum 15.01.2020 bei uns zu melden. Stellwände sind vorhanden.  Bitte teilen Sie per Mail auf max. einer DIN-A4-Seite Inhalt und Umfang des geplanten Beitrags mit: madelon.dimmerling@ufu.de

 

Gefördert durch:


Forschen durch die Zeit. Auf Expedition in die Tiefsee.

2. Dezember 2019

Am 2. Dezember fand im Museum für Naturkunde die Finissage zum Applikationslabor Mediasphere for Nature statt. Das Applikationslabor hat sich zur Aufgabe gestellt, die Wissensbestände des Museums für Außenstehende einfacher zugänglich zu machen. In diesem Zusammenhang hat das UfU die Archivalien der ersten deutschen Tiefseeexpedition, der „Valdivia“, gesichtet und dazu eine Bildungsreise konzipiert.

Schülerinnen und Schüler werden dabei ermutigt, an einer Zeitreise teilzunehmen. Zuerst reisen sie in die Vergangenheit und entdecken, analysieren und diskutieren die Expedition. Welche Erkenntnisse konnten die Forscher damals gewinnen? Wie wurden die fremden Gebiete beschrieben und wahrgenommen? Und, welche Interessen lagen hinter der wissenschaftlichen Forschung?

In einem zweiten Schritt reisen die Schülerinnen und Schüler dann in die Gegenwart und setzen sich mit der aktuellen Meeresforschung auseinander. Denn heutzutage sind andere Forschungsfragen viel drängender als vor 120 Jahren: Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Meere aus? Welche ozeanographischen Veränderungen sind messbar? Welchen Herausforderungen muss sich eine moderne Tiefseeforschung stellen?

Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler auch angeregt werden, in die Zukunft zu blicken und sich zu fragen, wie die Meeresforschung wohl in 120 Jahren aussehen könnte.

Die Mitmachausstellung „Forschen durch die Zeit. Auf Expedition in die Tiefsee“ ist für die Jahrgangsstufen der 7. bis 9. Klasse konzipiert. Ab 2020 kann die Mitmachausstellung beim Unabhängigen Institut für Umweltfragen kostenlos ausgeliehen werden. Aber auch das Museum für Naturkunde Berlin wird die Mitmachausstellung auf Nachfrage für Schülerinnen und Schüler – und Lehrkräfte – zur Verfügung stellen.

Mehr Informationen finden Sie hier: 

Forschen durch die Zeit. Auf Expedition in die Tiefsee


#NeustartKlima: Klimastreik am 29. November

28. Novemer  2019

Als Teil des Ecological Research Network (Ecornet) und der Scientists-for-Future-Bewegung unterstützt das Unabhängige Institut für Umweltfragen e.V. den erneuten globalen Klimastreik am 29.11.2019 zusammen mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis von Akteuren.

Die UfU-MitarbeiterInnen werden sich bei den Demonstrationszügen in Berlin (Beginn 12 Uhr, Brandenburger Tor) und anderen deutschen Städten für die Einhaltung des Paris-Abkommens stark machen und rufen die Zivilgesellschaft dazu auf, sich dem Streik anzuschließen!

Weitere Informationen und eine Übersicht über alle lokalen Klima-Demonstrationen gibt es unter https://www.klima-streik.org/


UfU auf Klima-Konferenz in Georgien

28. November 2019

Die sogenannten nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) bilden das Herzstück des Pariser Klimaabkommens. Alle Vertragsstaaten des Abkommens formulieren in ihnen ihre Emissionsminderungs- und Anpassungsziele bis zum Jahr 2030. Die bisher genannten Ziele reichen jedoch nicht aus, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Deshalb sind alle Vertragsstaaten aufgefordert, ihre Ziele bis 2020 zu überarbeiten und ambitionierter zu gestalten. Ab 2020 werden die NDCs dann alle fünf Jahre überprüft und aktualisiert.

Auch Georgien ist somit gerade mit der Überarbeitung seiner nationalen Ziele beschäftigt und erstellt neben den neuen NDCs einen Klimaaktionsplan, der sektorspezifische Maßnahmen enthält, um Emissionen zu mindern.

Der aktuelle Stand dazu wurde am 27. November 2019 auf der Konferenz „Nationally  Determined Contributions – Challenges for Georgia“ in der Hauptstadt Tiflis präsentiert:

Unter anderem stellte das Georgische Umweltministerium die überarbeiteten nationalen Zielformulierungen vor, während die Nichtregierungsorganisation „Greens Movement Georgia/Friends of the Earth Georgia“ präsentierte, welche Klimaziele aus Sicht der Zivilgesellschaft nötig sind. Während der letzten Monate haben diverse georgische zivilgesellschaftliche Organisationen ein gemeinsames Papier dazu erarbeitet, das mehr Ambitionen in den unterschiedlichen Sektoren fordert.

Ergänzend zu den konkreten Klimabeiträgen lenkte Larissa Donges, Projektleiterin im Fachbereich Umweltrecht & Partizipation, anschließend (per Livestream aus Berlin) den Blick auf Beteiligungsfragen innerhalb der aktuellen klimapolitischen Prozesse: Warum sollten zivilgesellschaftliche Akteure in die Erarbeitung der NDCs eingebunden werden? Welche internationalen und nationalen (georgischen) rechtlichen Vorgaben für Beteiligung gibt es? Welche klimapolitischen Beteiligungsprozesse finden derzeit statt, durch die georgische NGOs die Umwelt- und Klimapolitik ihres Landes mitgestalten können und Gehör finden? Welche Barrieren und Herausforderungen erschweren hingegen Partizipation? Und welche Schritte könnten unternommen werden, um die Bedingungen für Partizipation zu verbessern und konkrete Angebote zu schaffen?

Die Präsentation stellte erste Ergebnisse einer umfassenden Studie dar, die UfU derzeit erstellt. Seit 2018 arbeitet UfU in dem Projekt „Stärkung der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der nationalen Klimapolitik“, das durch die Internationale Klimaschutzinitiative gefördert wird, eng mit der NGO „Greens Movement Georgia“ und weiteren lokalen Partnern in Georgien zusammen. Ziel des Projektes ist es, die Beteiligungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft in Georgien sowie in der Ukraine und Kolumbien innerhalb ihrer nationalen Klimapolitik zu stärken.

Weitere Informationen zum Projekt: https://www.ufu.de/projekt/zivikli/

 

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Es wurde alles gesagt. Handeln!

13. November 2019

Das Unabhängige Institut für Umweltfragen ruft zur Unterstützung der Schweigedemonstration der Scientists for Future Bewegung  am Freitag, 15.11.19, 12:30 Uhr vor dem Bundeskanzlerinnenamt auf!

Damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann, müssen die nächsten Schritte der Energiewende angegangen werden. Ein zügiger Kohleausstieg ist dafür wegweisend. Die Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschädlichkeit vor allem der Braunkohlenutzung ist umfassend belegt und der gesellschaftliche Aushandlungsprozess weit vorangeschritten.

Am 18. November wird im Bundeskanzlerinnenamt vom Kabinett das Kohleausstiegsgesetz diskutiert. Es besteht trotz großer Dringlichkeit die Gefahr, dass die Verabschiedung des Gesetzes weiter verschleppt und ohnehin unzureichende Zielvorgaben weiter verwässert werden.

Uns – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – macht das Regierungsversagen sprachlos. Seit Jahren weisen wir auf die hohen Risiken der Klimakrise hin. Wir werden in Gremien und Kommissionen eingeladen – aber unsere Erkenntnisse werden ignoriert. Wir haben alles gesagt – jetzt muss gehandelt werden!

Aus diesem Grund werden wir am Freitag, 15.11.19, 12.30-13.30 Uhr vor dem Bundeskanzlerinnenamt schweigend demonstrieren.

 

Weitere Informationen zu Scientists for Future: https://www.scientists4future.org/


Zukunftsforum Ecornet: Kooperation oder Konfrontation? Die Zivilgesellschaft in der Transformation.

4. November 2019

Die Interessen von Umwelt-, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Gewerkschaften sind bisweilen konträr. So entstehen Konfliktlinien nicht nur mit der Politik, sondern auch zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren. Neue Formen der Kooperation sollen zukünftig den Weg für gemeinsame Strategien zum Umweltschutz ebnen. Wie das aussehen könnte, diskutierten am 4. November 2019 in Berlin zahlreiche Teilnehmende beim dritten ZUKUNFTSFORUM ECORNET.

Auch UfU-Geschäftsführer Dr. Michael Zschiesche gab einen Impuls zu Klagen als konfrontative Strategie zur Durchsetzung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen im Transformationsprozess (UfU-Studie „Umweltverbände als relevante Akteure nachhaltiger Transformationsprozesse„).

Hier geht es zur umfassenden Berichterstattung des Abends von ECORNET!


Workshop im Projekt “Small-scale climate change projects” in Hue

28. Oktober 2019

Gemeinsam mit den lokalen Partnern des Mientrung Institute for Scientific Research (MISR) hat das UfU junge und energetische Menschen aus Mittelvietnam in Hue (Vietnam) zu einem erfolgreichen Workshop zusammengebracht. Das Projekt „Small-scale climate change projects”, gefördert durch den Klimafonds des Auswärtigen Amts, ermöglicht drei jungen VietnamesInnen, ihre eigenen Ideen
zum Thema Klimaschutz und Awarenessraising in unterschiedlichen Projekten umzusetzen. Unter den 32 Workshopteilnehmenden waren die ProjektleiterInnen der drei Teilprojekte sowie interessierte
StudentInnen und AkademikerInnen aus Hue und Umgebung.

Die Atmosphäre des Workshops war lebendig und konzentriert zugleich. Es war spürbar, dass die jungen Erwachsenen den Klimawandel und seine Folgen mit großer Sorge betrachten und sie in der Bevölkerung noch
deutliche Bewusstseinslücken dafür sehen. Gleichzeitig stecken sie voller kreativer Ideen mit großem Potential, welche sie mit Entschlossenheit und einer Menge Energie in den Projekten umsetzen möchten.

Als Kernstück des Workshops stellten die ProjektleiterInnen den aktuellen Stand ihrer Projekte vor und erörterten mit den Teilnehmenden Details und Herausforderungen. Die jungen Erwachsenen
bestärkten sich gegenseitig in ihren Ideen und diskutierten gemeinsam konstruktives Feedback, um die Projekte so effektiv wie möglich zu gestalten.  Abgerundet wurde der Workshop durch eine Infosession mit Kommunikationsexperte Truong Minh Den des Central for Community Development and Social Work (CODES). Er betonte, wie wichtig es für den Erfolg der Projekte ist, dass die Projekte die Akzeptanz und Unterstützung der
lokalen Bevölkerung genießen. Er gab den Teilnehmenden wertvolle Tipps an die Hand, wie sie den Kontakt zur Öffentlichkeit am besten herstellen können.

Das UfU ist gespannt, die Fortschritte der einzelnen Projekte weiterzuverfolgen und freut sich darauf, in den nächsten Monaten mehr darüber zu berichten.