UfU-Informationen | Ausgabe 15 – Mai 2026 | Cindy Prager & Muriel Neugebauer
UfU-Projekt “Visions 2045” von der Europäischen Kommission ausgezeichnet!
UfU-Projekt gewinnt in der Kategorie “Schulen als Living Labs für Nachhaltigkeit”
Beim diesjährigen Education for Climate Day der Europäischen Kommission in Brüssel, einem zentralen europäischen Treffpunkt für Akteur*innen aus Bildung, Politik und Zivilgesellschaft, wurde das UfU-Projekt Visions2045 „Schulen als Impulsgeber für Klimaneutralität in Städten“ in der Kategorie „Schools as Living Labs for Sustainability“ ausgezeichnet. Der Education for Climate Day vereint jährlich Schulen, Lehrkräfte, Schüler*innen, Behörden und Initiativen, um gemeinsam innovative und praxisnahe Lösungen für klimaneutrale und nachhaltige Bildungssysteme zu entwickeln
Die prämierte Kategorie würdigt Ansätze, die Schulen zu lebendigen Laboratorien der Nachhaltigkeit machen – zu Orten, an denen ökologische Verantwortung im Schulalltag erfahrbar wird. Schulen fungieren dabei als Zentren ökologischen Handelns, in denen Infrastruktur, Verhalten, Unterricht und Gemeinschaftsarbeit ineinandergreifen. Die Kategorie hebt insbesondere hervor, wie Schulen reale Umweltprobleme aufgreifen, Lernende aktiv einbeziehen und lokale Gegebenheiten berücksichtigen, während zugleich übertragbare Modelle entstehen, die viele weitere Schulen inspirieren können.
Genau hier setzt Visions2045 an. Das von der EUKI geförderte europäische Projekt brachte Schulen, Kommunen und Bildungsorganisationen aus Bulgarien, Deutschland, Polen und Slowenien zusammen, um Schulen zu Pionieren der Klimaneutralität in ihren Städten zu machen. Zwischen 2022 und 2025 entwickelten Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern, Facility Manager und lokale Behörden gemeinsam Visionen klimaneutraler Schulen – und setzten konkrete Schritte zur Umsetzung um. Dazu gehörten Energie- und Mobilitätsmaßnahmen, Schulgärten, klimafreundliche Ernährungskonzepte, Abfallreduktion und enge Kooperationen mit Kommunen und lokalen Unternehmen.
Durch KlimaChecks, Visionswerkstätten und individuell erstellte Fahrpläne wurden Schulen zu Orten, an denen Lernen und Handeln zusammenkommen. Visions2045 zeigt eindrucksvoll, wie ein Whole-School-Ansatz Klimaschutz zu einer echten, gelebten Erfahrung für die gesamte Schulgemeinschaft macht – und warum Schulen starke Treiber nachhaltigen Wandels sind.
Die im Projekt entwickelten frei verfügbaren Materialien unterstützen Schulen darin, selbst den Weg zur Klimaneutralität zu starten.
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung des UfU-Projekts im europäischen Kontext: Visions2045 beweist, dass gemeinschaftliche Prozesse, kreative Beteiligung und lokal verankerte Maßnahmen durch Zusammenarbeit und Austausch eine europaweite Wirkung entfalten können. Erfolgreiche Beispiele klimaneutraler Schulentwicklung werden so zum Vorbild für viele weitere Bildungseinrichtungen.
Bilder von Visionswerkstätten mit unterschiedlichen Gruppen an einer Schule in Zamość, Polen.
Beispiel einer Roadmap, die wir gemeinsam mit einer Schule entwickeln. Eine solche Roadmap wird in Zusammenarbeit mit den Eltern, Schüler*innen, Lehrpersonal, Hausmeistern, der Schulleitung und anderen beteiligten Gruppen an der Schule erstellt. Der Fokus liegt in der Erstellung darauf, die Schule als ganzheitlichen Kosmos zu denken, in welchem verschiedene Nutzergruppen dasselbe Gebäude für unterschiedliche Zwecke nutzen. Entstehen soll ein Zusammenspiel, in welchem jede Nutzergruppe ihre Aufgabe für die Transformation hin zu einer klimaneutralen Schule übernimmt.


