Zukunft.Macht.Meinung – Durchblicken und mitmischen für eine gerechte Welt von morgen
Viele Jugendliche erleben die Gegenwart als krisenhaft: Klimakrise, soziale Unsicherheiten und politische Konflikte prägen ihren Alltag. Gleichzeitig sinkt das Vertrauen in die Fähigkeit demokratischer Institutionen, Lösungen für diese Herausforderungen zu finden. Besonders im Bereich der Klimapolitik stehen hohe Erwartungen an die Politik einem geringen Vertrauen in ihre Handlungsfähigkeit gegenüber. Soziale Medien verstärken diese Entwicklung häufig: Jugendliche begegnen dort Desinformation, populistischen Narrativen und demokratiefeindlichen Inhalten. Gleichzeitig fühlen sich viele junge Menschen in ihren eigenen politischen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt. Dabei wünschen sich die meisten durchaus gesellschaftliche Veränderung und mehr Klimaschutz.
Hier setzt das Projekt „Zukunft.Macht.Meinung – Durchblicken und mitmischen für eine gerechte Welt von morgen“ an. Ziel des Projekts ist es, demokratische Handlungskompetenzen und politische Selbstwirksamkeit von Jugendlichen in Leipzig zu stärken. Klimaschutz wird dabei nicht nur als ökologische Herausforderung verstanden, sondern als gesellschaftliches und politisches Aushandlungsfeld, in dem Fragen von Gerechtigkeit, Teilhabe und Verantwortung verhandelt werden.
Im Mittelpunkt stehen Bildungsformate für Schüler*innen ab Klasse 7 an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Leipzig. In zweitägigen Workshops setzen sich die Jugendlichen mit Klimakrise, Klimapolitik, demokratischen Entscheidungsprozessen und Medienkompetenz auseinander. Sie lernen, politische Maßnahmen einzuordnen, Desinformation zu erkennen und eigene Perspektiven auf eine gerechte Zukunft zu entwickeln. Gleichzeitig werden konkrete Möglichkeiten gesellschaftlicher Beteiligung aufgezeigt – von lokalen Klimaprojekten über Beteiligungsformate bis hin zu eigenen Beiträgen in sozialen Medien.
Ein weiterer Baustein des Projekts sind Zukunftsforen für besonders interessierte Jugendliche. Dort können sie ihre Ideen aus den Workshops weiterentwickeln und eigene Engagementformen umsetzen. So entstehen Räume, in denen Beteiligung nicht nur thematisiert, sondern praktisch erlebbar wird. Das UfU begleitet die Jugendlichen bei der Projektentwicklung, Vernetzung und Umsetzung.
Auch Leipziger Lehrkräfte und andere Multiplikator*innen werden durch Fortbildungen und eine Handreichung unterstützt. Sie werden darin gestärkt, politische Prozesse transparent zu machen, kontroverse Debatten zu moderieren, digitale Formate sinnvoll einzusetzen und die Workshopinhalte eigenständig weiterzuführen. Auf diese Weise soll das Projekt langfristig in schulischen und außerschulischen Kontexten wirken.
Leipzig bietet für dieses Vorhaben besonders gute Voraussetzungen. Die Stadt nimmt im kommunalen Klimaschutz eine Pionierrolle ein, verfügt über vielfältige Beteiligungsstrukturen für junge Menschen und ist bereits in bestehende Netzwerke von Bildung, Demokratiearbeit und Klimaschutz eingebunden. Das Projekt knüpft an diese Strukturen an und verbindet Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung und Medienbildung zu einem gemeinsamen Ansatz.
Laufzeit
01/2026 – 12/2028
Kooperationspartner
Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.)

Netzwerkpartner

Leipziger Netzwerk für Demokratie

Gefördert durch
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


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